Warum ich mich nicht traute, an den Grundsätzen festzuhalten

Mai 4, 2026

Von Li Ming, China

Im September 2021 schrieb ich den Leitern der Wenzhuang-Kirche und wollte mich mit Schwester Li Jing treffen, um eine Predigt zu überarbeiten. Unerwarteterweise schrieben die Leiter einige Tage später zurück, dass Li Jing ein absurdes Verständnis der Dinge hatte. Die Kirche war dabei, Material über sie zusammenzutragen, um sie zu entfernen, und sie sagten mir, ich sollte mich nicht mit ihr treffen. Die Antwort der Leiter überraschte mich. Ich dachte: „Li Jing und ich waren früher in derselben Kirche. Damals habe ich gesehen, dass sie Gottes Worte gerne las. Sie war bei ihrer Pflicht enthusiastisch und bereit, einen Preis zu zahlen, und ihre Menschlichkeit war ziemlich gut. Sie war eine aufrichtige Gläubige. Lediglich ihr Kaliber war nicht besonders gut, und es fehlte ihr an Urteilsvermögen. Hatten die Leiter sie vielleicht zu Unrecht als jemanden mit einem absurden Verständnis der Dinge eingestuft?“ Im Brief der Leiter stand, dass Li Jing ziemlich arrogant und selbstgerecht war, nach ihren eigenen Vorstellungen handelte und machte, was sie wollte. Bei Angelegenheiten, die die Leiter anordneten, hielt sie sich nie an die Grundsätze. Der Brief zählte auch einige Beispiele dafür auf, wie sie im Alltag andere einschränkte. Die meisten dieser Verhaltensweisen, die die Leiter nannten, schienen mir bloß Offenbarungen von Verdorbenheit und Mängel in ihrer Menschlichkeit zu sein. Sie zeigten nicht, dass Li Jing ein absurdes Verständnis der Dinge hatte. Hatten die Leiter sie falsch charakterisiert? Wenn sie sie fälschlicherweise entfernen würden, würde das ihr Leben ruinieren! Damals überlegte ich, den Kirchenleitern zu schreiben, um ihnen meine Sichtweise mitzuteilen. Doch dann fiel mir ein, dass ich Li Jing zwar von früher kannte, das aber schon viele Jahre her war. Ich kannte ihre Situation in den letzten Jahren nicht. Aus Sorge, meine Sichtweise könnte einseitig sein, schrieb ich den Brief nicht. Meine Arbeitspartnerin, Schwester Yang Yi, hatte vor Kurzem Kontakt zu Li Jing gehabt, also fragte ich sie nach ihrer Meinung. Als Yang Yi hörte, dass die Leiter Material über Li Jing wegen „eines absurden Verständnisses der Dinge“ sammelten, so sagte sie, hatte sie das auch überrascht, und auch sie fand nicht, dass Li Jing die Voraussetzungen erfüllte, entfernt zu werden. Als ich hörte, dass Yang Yi die Sache ähnlich wie ich sah, hielt ich es für sehr wahrscheinlich, dass die Charakterisierung der Leiter falsch war. Auf Grundlage der Grundsätze von Gottes Haus für das Entfernen und den Ausschluss von Personen schrieb ich also über die Abweichung im Vorgehen der Leiter bei Li Jings Fall und legte meine eigene Sichtweise dar. Doch als ich den Brief gerade fertiggestellt hatte und abschicken wollte, zögerte ich. „Meine Pflicht ist die Textarbeit. Leute zu entfernen und auszuschließen, fällt nicht in meinen Verantwortungsbereich. Das ist die Aufgabe der Kirchenleiter. Außerdem bin ich kein Mitglied ihrer Kirche. Wenn ich ihnen schreibe, um auf dieses Problem hinzuweisen, werden sie dann nicht denken, ich mische mich in Dinge ein, die mich nichts angehen? Meine Disposition ist ohnehin schon ziemlich arrogant, das wissen alle Brüder und Schwestern. Wenn ich den Leitern jetzt meine Meinung sage, werden sie dann nicht noch überzeugter davon sein, dass ich arrogant bin?“ Dann dachte ich: „Gottes Haus führt gerade die Arbeit der Säuberung der Kirche durch. Wenn ich nun sage, dass Li Jing die Voraussetzungen für eine Entfernung nicht erfüllt, werden sie dann denken, ich nehme sie in Schutz und behindere die Säuberungsarbeit? Das wäre ein schwerwiegender Vorwurf! Am Ende werde ich vielleicht selbst isoliert und entfernt. Das wäre es nicht wert! Ich lasse es lieber bleiben. Selbst wenn sie einen Fehler machen, ist das ihre Verantwortung, nicht meine. Wie das Sprichwort sagt: ‚Der Vogel, der seinen Hals herausstreckt, wird abgeschossen.‘ Also mische ich mich besser nicht ein. Außerdem führen die oberen Leiter die Endprüfung durch, wenn die Kirche Personen entfernt und ausschließt. Darüber sollte ich mir keine Sorgen machen.“ Bei diesem Gedanken löschte ich den geschriebenen Brief.

Wenn ich danach an die Sache dachte, plagten mich Selbstvorwürfe, und ich fühlte mich ständig unwohl. Ich konnte deutlich sehen, dass Li Jings Verhaltensweisen nur einige Offenbarungen von Verdorbenheit waren und sie die Bedingungen für eine Entfernung nicht erfüllte, aber ich brachte es nicht einmal über mich, es den Leitern zu melden. Wenn Li Jing wirklich entfernt würde, würde das ihr Leben ruinieren! Wäre ich dann nicht mitverantwortlich? Doch ich hatte Angst, dass es mir schaden könnte, das Problem anzusprechen. Ich fühlte mich in einer Zwickmühle gefangen und wusste nicht, was ich tun sollte. Also betete ich zu Gott und bat Ihn, mich zu erleuchten, damit ich die Wahrheit verstehen, mich selbst erkennen und mich nicht nach meiner verdorbenen Disposition richten würde. Nach dem Gebet fielen mir Gottes Worte ein: „Die meisten Menschen sind bereit, nach der Wahrheit zu streben, und wollen die Wahrheit praktizieren, aber oft haben sie lediglich die Entschlossenheit und ein Verlangen, das zu tun; innerlich ist die Wahrheit jedoch nicht zu ihrem Leben geworden. Wenn du also auf böse Mächte stößt, die die Arbeit der Kirche stören und sabotieren – zum Beispiel, wenn du mit falschen Leitern konfrontiert bist, die Angelegenheiten unter Verletzung der Grundsätze handhaben und keine echte Arbeit leisten, oder mit bösen Menschen und Antichristen, die Böses tun und die Arbeit der Kirche stören und dadurch Gottes auserwähltem Volk schaden –, hast du nicht den Mut, Stellung zu beziehen und dich zu Wort zu melden. Warum fehlt dir dieser Mut? Liegt es daran, dass du ängstlich bist oder dich nicht gut ausdrücken kannst, oder traust du dich nicht, dich zu Wort zu melden, weil du keine klare Sicht der Dinge hast? Es liegt an keinem dieser Dinge. In erster Linie ist es die Konsequenz daraus, dass du durch deine verdorbenen Dispositionen eingeschränkt wirst. Eine der verdorbenen Dispositionen, die du offenbarst, ist eine betrügerische Disposition: Wenn etwas passiert, ist das Erste, woran du denkst, deine eigenen Interessen, die Konsequenzen deiner Handlungen und ob sie für dich von Vorteil sein werden. Das ist eine betrügerische Disposition, nicht wahr? Eine andere ist eine selbstsüchtige und gemeine Disposition. Du denkst: ‚Was hat es mit mir zu tun, dass sie den Interessen von Gottes Haus schaden? Ich bin kein Leiter, warum sollte ich mich also einmischen? Das hat nichts mit mir zu tun und ist nicht meine Verantwortung.‘ Solche Gedanken und Worte sind nichts, was du dir absichtlich ausdenkst, sondern werden von dir unbewusst hervorgebracht – das sind die verdorbenen Dispositionen, die Menschen offenbaren, wenn sie mit einem Problem konfrontiert werden(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Als ich über Gottes Worte nachdachte, fühlte es sich an, als würde Er mich von Angesicht zu Angesicht entlarven und richten. Ich wusste ganz genau, dass Li Jing die Voraussetzungen für eine Entfernung nicht erfüllte und die Charakterisierung durch die Leiter Abweichungen aufwies. Ich kannte auch die Konsequenzen, die es hat, wenn man jemanden fälschlicherweise entfernt. Ob meine Einschätzung nun hundertprozentig zutraf oder nicht, ich hätte sie darauf aufmerksam machen müssen, damit sie sie nicht fälschlicherweise entfernen und so ihre Chance auf Errettung gefährden würden. Aber ich dachte nur an meine eigenen Interessen. Ich hatte Angst, wenn ich den Leitern meine Meinung sagen würde, könnten die Brüder und Schwestern denken, dass ich arrogant wäre und mich einmischen würde. Ich fürchtete auch, sie könnten denken, ich würde Li Jing in Schutz nehmen. Wenn sie mich dann als jemanden charakterisieren würden, der die Arbeit der Säuberung der Kirche behindert, wäre das eine Katastrophe für mein Ergebnis und meinen Bestimmungsort. Um mich selbst zu schützen, schrieb ich den Leitern einfach nicht. Ich lebte nach satanischen Überlebensregeln wie: „Lass die Dinge treiben, wenn sie dich persönlich nicht betreffen“, „Je weniger Probleme, desto besser“ und „Kluge Menschen wissen sich zu schützen und bemühen sich, nur keine Fehler zu machen.“ Bei allem, was ich tat, war mein oberstes Prinzip die Selbsterhaltung. Ich hatte immer nur meine eigene Zukunft und meine Interessen im Blick und kümmerte mich überhaupt nicht um die Arbeit der Kirche oder das Leben meiner Brüder und Schwestern. Ich war wirklich egoistisch und verachtenswert, mir fehlte es völlig an Menschlichkeit! Als mir das klar wurde, stieg in meinem Herzen Hass auf mich selbst auf, und ich wollte mich nicht länger nach meiner verdorbenen Disposition richten.

Später las ich einen Abschnitt von Gottes Worten, der mich wirklich bewegte. Gott sagt: „Wenn du dich nicht wirklich um deinen Glauben an Gott und die Ausführung deiner Pflicht bemühst; wenn du die Dinge immer nur pro forma angehen willst und nachlässig handelst, wie ein Nichtgläubiger, der für seinen Chef arbeitet; wenn du nur eine symbolische Anstrengung unternimmst, deinen Verstand nicht benutzt, dich durch jeden Tag so durchwurschtelst, wie er kommt, Probleme nicht meldest, wenn du sie siehst, du einen Ölfleck siehst und ihn nicht aufwischst sowie wahllos alles abtust, was nicht zu deinem eigenen Vorteil ist – ist das dann nicht ein Problem? Wie könnte jemand wie dieser ein Mitglied des Hauses Gottes sein? Solche Leute sind Nichtgläubige. Sie sind nicht von Gottes Haus. Keiner von ihnen wird von Gott anerkannt. Ob du beim Ausführen deiner Pflicht aufrichtig bist und ob du dich beim Ausführen deiner Pflicht angestrengt hast, Gott führt Buch darüber, und auch du weißt das ganz genau. Habt ihr euch also jemals wirklich bei eurer Pflichtausführung angestrengt? Habt ihr sie jemals ernst genommen? Habt ihr sie als eure Verantwortung, eure Verpflichtung betrachtet? Habt ihr sie euch zu eigen gemacht? Ihr müsst über diese Fragen gründlich nachdenken und sie verstehen, dann wird es euch leicht fallen, die Probleme bei der Ausführung eurer Pflicht anzugehen, und es wird eurem Lebenseintritt zugutekommen. Wenn du bei deiner Pflichtausführung stets verantwortungslos vorgehst und den Leitern und Mitarbeitern die Probleme nicht meldest, wenn du sie entdeckst, und auch nicht nach der Wahrheit suchst, um sie selbstständig zu lösen, und immer denkst ‚je weniger Probleme, desto besser‘, immer nach Philosophien für weltliche Angelegenheiten lebst, immer oberflächlich bei deiner Pflichtausführung bist, niemals Hingabe zeigst und die Wahrheit überhaupt nicht annimmst, wenn man dich zurechtstutzt – wenn du deine Pflicht so ausführst, dann bist du in Gefahr; du bist eine der Arbeitskräfte. Arbeitskräfte sind keine Angehörigen des Hauses Gottes, sondern Angestellte sowie Beschäftigte, die vorübergehend arbeiten. Wenn das Werk endet, werden sie ausgemustert werden und selbstverständlich in die Katastrophen stürzen. Die Menschen von Gottes Haus sind anders; wenn sie ihre Pflicht ausführen, dann tun sie das nicht für Geld, um sich abzumühen oder Segnungen zu gewinnen. Sie denken: ‚Ich bin ein Angehöriger des Hauses Gottes. Belange, die das Haus Gottes betreffen, betreffen mich. Die Angelegenheiten des Hauses Gottes sind meine Angelegenheiten. Ich sollte mein Herzblut in Gottes Haus investieren.‘ Aus diesem Grund investieren sie ihr Herzblut in jede Angelegenheit, die das Haus Gottes betrifft, und übernehmen die Verantwortung dafür. Sie übernehmen die Verantwortung für alles, was ihnen einfällt und was sie sehen können. Sie haben ein Auge für Dinge, die erledigt werden müssen, und sie nehmen sich die Dinge zu Herzen. So sind die Menschen des Hauses Gottes. Seid ihr genauso? (Nein.) Wenn ihr nur den Annehmlichkeiten des Fleisches frönt, euch nicht darum kümmert, wenn ihr seht, dass es Dinge gibt, die im Hause Gottes erledigt werden müssen, eine umgefallene Ölflasche nicht aufhebt und ihr im Herzen wisst, dass es ein Problem gibt, ihr es aber nicht lösen wollt, dann behandelt ihr das Haus Gottes nicht als euer eigenes. Seid ihr so? Wenn dem so ist, dann seid ihr so weit gefallen, dass es zwischen euch und den Nichtgläubigen keinen Unterschied mehr gibt. Wenn ihr nicht Buße tut, dann müsst ihr als außerhalb des Hauses Gottes stehend betrachtet werden; ihr müsst zurückgestellt und ausgemustert werden(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Um seine Pflicht gut zu erfüllen, muss man zumindest ein Gewissen und Vernunft besitzen). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich, dass die Haltung eines Menschen gegenüber Gott entscheidend ist, wenn man an Ihn glaubt und seine Pflicht tut. Nur wenn man ein aufrichtiges Herz für Ihn hat, sich in allen Dingen Ihm zuwendet und die Interessen von Gottes Haus schützt, sieht Gott einen als Teil Seines Hauses an. Andernfalls wird man von Gott verschmäht und ausgemustert. Ich dachte darüber nach, wie ich mit der Situation umgegangen war, als Material für die Entfernung von Li Jing zusammengetragen wurde. Es zeigte, dass mein Herz Gott überhaupt nicht zugewandt war. Obwohl ich sah, dass die Charakterisierung von Li Jing durch die Leiter Abweichungen aufwies und ich wusste, dass es ihr schaden und ihr Leben ruinieren würde, wenn man sie zu Unrecht entfernte, tat ich so, als sähe ich nichts – alles nur, um mich selbst zu schützen. Ich benutzte sogar die Ausrede, dass es auf jeder Ebene Leiter gab, die die Arbeit der Kirche überprüften, um mich meiner Verantwortung zu entziehen und mich zu weigern, die Wahrheit zu praktizieren. Worin unterschied sich meine Haltung gegenüber den Geschehnissen in der Kirche von der eines Nichtgläubigen draußen in der Welt? Ich schützte nur meine eigenen Interessen und ignorierte alles andere. Ich behandelte mich selbst wie einen Außenstehenden von Gottes Haus. Ich hatte kein aufrichtiges Herz für Gott und zog mir wahrhaftig Seine Abscheu und Seinen Hass zu. Ich bin ein Mitglied von Gottes Haus, aber als ich sah, dass eine Schwester zu Unrecht entfernt werden sollte, brachte ich es nicht einmal über mich, es den Leitern zu melden. Mir fehlte jeglicher Gerechtigkeitssinn. Ich war absolut rückgratlos! Hätte ich wirklich ein aufrichtiges Herz für Gott gehabt, hätte ich meine Verantwortung bei der Arbeit der Kirche erfüllt. Es ist wie bei Kindern, die sehen, dass ihre Eltern in Schwierigkeiten sind oder ihre Familie Probleme hat. Sie ergreifen von sich aus die Initiative und helfen, ohne dass man sie beaufsichtigen oder drängen muss. Das liegt daran, dass sie sich als Teil der Familie sehen und sich verantwortlich fühlen, bei jeder Familienangelegenheit zu helfen. Doch als ich, ein Mitglied von Gottes Haus, Abweichungen im Vorgehen der Leiter sah, hätte es keine Rolle spielen dürfen, ob ich zu dieser Kirche gehörte oder ob es in meinen Aufgabenbereich fiel. Da ich es gesehen hatte, war es meine Verantwortung, die Leiter darauf hinzuweisen. Ob meine Einschätzung der Sache richtig war oder nicht – nachdem ich es angesprochen hätte, hätten die Leiter es überprüft, untersucht und sich damit befasst, was der Arbeit der Kirche zugutegekommen wäre. So zu praktizieren, ist kein Einmischen oder Überschreiten meiner Grenzen, und es ist auch keine Offenbarung einer arroganten Disposition. Es bedeutet, meine Verantwortung wahrzunehmen, meine Pflicht zu tun und sowohl die Interessen der Kirche als auch die meiner Brüder und Schwestern zu schützen. Als mir das klar wurde, wurde es in meinem Herzen etwas heller.

Danach dachte ich darüber nach, dass es ganz klar das Praktizieren der Wahrheit und der Schutz der Interessen der Kirche war, das Problem den Leitern zu melden. Trotzdem hatte ich immer Angst, dass man mich dafür verurteilen und zur Rechenschaft ziehen würde. Das zeigte, dass ich Gott gegenüber misstrauisch war und nicht daran glaubte, dass in Gottes Haus die Wahrheit regiert. Ich dachte an Gottes Worte: „Gottes Wesen ist ein Wesen der Treue, weshalb man Seinen Worten stets vertrauen kann; Seine Handlungen sind darüber hinaus tadellos und unbestreitbar. Deshalb gefallen Gott jene, die vollkommen ehrlich zu Ihm sind(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Drei Ermahnungen). „Wenn du sehr hinterlistig bist, dann wirst du allen Menschen und Dingen gegenüber auf der Hut und misstrauisch sein, und so wird dein Glaube an Mich auf einer Grundlage des Argwohns aufbauen. Einen solchen Glauben könnte Ich niemals anerkennen. Ohne wahren Glauben mangelt es dir noch mehr an wahrer Liebe. Und wenn du Gott sogar anzweifeln und willkürlich Vermutungen über Ihn anstellen kannst, dann bist du zweifellos der betrügerischste aller Menschen. Du spekulierst darüber, ob Gott wie ein Mensch sein kann: unverzeihlich sündhaft, kleinkariert, ohne Fairness und Vernünftigkeit, ohne Sinn für Gerechtigkeit, mit boshaften Taktiken, heimtückisch und hinterlistig, sich am Bösen und der Finsternis erfreuend und so weiter. Ist nicht der Grund, dass die Menschen solche Gedanken hegen, dass ihnen die geringste Gotteskenntnis fehlt? Ein solcher Glaube ist nichts Geringeres als Sünde! Einige glauben sogar, dass diejenigen, die Ich mag, nur jene sind, die zu schmeicheln und zu kriechen verstehen, und dass jene, die das nicht können, im Hause Gottes nicht willkommen sein und ihren dortigen Platz verlieren werden. Ist dies das einzige Wissen, das ihr nach all den Jahren erworben habt? Ist es das, was ihr erworben habt? Und euer Wissen über Mich hört nicht bei diesen Missverständnissen auf; noch schlimmer ist eure Lästerung gegen Gottes Geist und die Verunglimpfung des Himmels. Darum sage Ich, dass ein solcher Glaube wie eurer nur dazu führen wird, dass ihr weiter von Mir abirren und in größerer Feindschaft zu Mir stehen werdet(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Wie man Gott auf Erden tatsächlich erkennt). Durch Gottes Worte verstand ich, dass Gottes Wesen treu und heilig ist. Er ist allen gegenüber gerecht; Er wird einem guten Menschen kein Unrecht tun, noch einen bösen Menschen verschonen. Gottes Haus behandelt jede Person nach den Grundsätzen. Die Arbeit der Säuberung der Kirche soll die Kirche von allen Antichristen, bösen Menschen und Ungläubigen, die sich darin verstecken, bereinigen, um die Kirche zu reinigen. Das wird voll und ganz durch Gottes gerechte Disposition bestimmt. Aber ich war Gott gegenüber misstrauisch und stellte mir die Säuberungsarbeit von Gottes Haus wie eine politische Kampagne des großen roten Drachen vor. Ich hatte das Gefühl, mich im Auge des Sturms zu befinden und nichts Unbedachtes sagen zu dürfen – sonst würde man mich quälen. Die Säuberungsarbeit in Gottes Haus war in vollem Gange. Wenn ich den Leitern sagen würde, dass Li Jing die Voraussetzungen für eine Entfernung nicht erfüllte, machte ich mir Sorgen, dass man mich wahrscheinlich dafür verurteilen würde, die Säuberungsarbeit zu behindern. Meine Sichtweise war so absurd. Ich glaubte nicht daran, dass in Gottes Haus die Wahrheit regiert – das macht mich zu einem Ungläubigen! Wenn man die Säuberungsarbeit der Kirche behindert, bedeutet das in Wirklichkeit, sich auf die Seite der Antichristen, bösen Menschen und Ungläubigen zu stellen, wenn die Kirche gegen sie vorgeht, und alle möglichen Gründe und Ausreden zu finden, um sie zu begünstigen und in Schutz zu nehmen, in dem Versuch, sie in der Kirche zu behalten. Das bedeutet, die Arbeit der Kirche zu stören und Böses zu tun. Aber in diesem Fall erfüllte Li Jing die Bedingungen für eine Entfernung nicht. Dies den Kirchenleitern zu melden, diente lediglich dazu, dass sie die Sache überprüfen und sich ein klares Bild verschaffen konnten und es vermeiden konnten, Li Jing fälschlicherweise zu entfernen und so ihre Chance auf Errettung zunichtezumachen. So zu praktizieren, schützt meine Brüder und Schwestern und ist auch eine Äußerungsform davon, die Interessen der Kirche zu wahren. Es ist keine absichtliche Behinderung der Säuberungsarbeit. Und selbst wenn ich mich irren sollte: Da mein Beweggrund der Schutz der Interessen der Kirche war, würde die Kirche mich nicht dafür verurteilen. Die Kirche würde mit der Angelegenheit fair und nach den Grundsätzen umgehen. Warum müsste ich mir also solche Sorgen machen und so ängstlich sein? Als mir das klar wurde, fühlte ich mich befreit und gewann die Entschlossenheit, die Wahrheit zu praktizieren.

Ich dachte an Gottes Worte: „Eine normale Beziehung zu Gott bedeutet, in der Lage zu sein, kein Werk Gottes anzuzweifeln oder zu leugnen sowie sich Seinem Werk zu unterwerfen. Es bedeutet, in Gottes Gegenwart korrekte Absichten zu haben und keine Pläne für sich selbst zu machen, und es bedeutet auch, unabhängig davon, was man tut, den Interessen des Hauses Gottes Priorität einzuräumen, Gottes genaue Prüfung anzunehmen und sich Seinen Anordnungen zu unterwerfen. Du musst bei allem, was du tust, in der Lage sein, dein Herz in Gottes Gegenwart zur Ruhe zu bringen. Selbst wenn du die Absichten Gottes nicht verstehst, musst du dennoch deine Pflichten und Verantwortlichkeiten nach besten Kräften erfüllen. Sobald dir Gottes Absichten offenbart wurden, praktiziere danach, und es wird nicht zu spät sein. Wenn deine Beziehung zu Gott normal geworden ist, wirst du auch zu Menschen normale Beziehungen haben. Um eine normale Beziehung zu Gott herzustellen, muss alles auf der Grundlage von Gottes Worten aufgebaut sein. Du musst fähig sein, deine Pflicht in Übereinstimmung mit Gottes Worten und dem, was Gott verlangt, zu tun. Du musst deine Ansichten geraderücken, du musst die Wahrheit in allen Dingen suchen, und du musst die Wahrheit praktizieren, wenn du sie verstehst. Egal, was dir widerfährt, musst du mit einem Gott unterwürfigen Herzen zu Gott beten und suchen. Wenn du auf diese Weise praktizierst, wirst du in der Lage sein, eine normale Beziehung zu Gott aufrechtzuerhalten(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Wie ist deine Beziehung zu Gott?). Durch Gottes Worte verstand ich, dass wir, wenn wir an Gott glauben, eine normale Beziehung zu Ihm aufbauen und Ihm unser Herz geben müssen. Wir müssen bei allem, was wir sagen und tun, den Lebenseintritt unserer Brüder und Schwestern sowie die Arbeit der Kirche berücksichtigen und in allen Dingen fähig sein, Gottes prüfenden Blick zu akzeptieren. Nur dann können wir die Wahrheit praktizieren. Da ich sehen konnte, dass die Leiter im Fall von Li Jing eine inkorrekte Charakterisierung vorgenommen hatten, hätte ich meine Sichtweise mitteilen müssen. Selbst wenn meine Ansicht nicht völlig richtig gewesen wäre, die Leiter darauf hinzuweisen, hätte es ihnen ermöglicht, Li Jungs Situation erneut zu überprüfen und zu vermeiden, sie fälschlicherweise zu entfernen und so ihre Chance auf Errettung zunichtezumachen. Auf diese Weise zu praktizieren, käme sowohl dem Lebenseintritt meiner Brüder und Schwestern als auch der Arbeit der Kirche zugute. Obwohl ich Li Jing kannte, meldete ich das Problem nicht, um sie in Schutz zu nehmen oder mich selbst in den Vordergrund zu spielen. Mein Antrieb war meine Einschätzung von ihr sowie die Tatsache, dass die von den Leitern aufgeführten Verhaltensweisen nicht mit den Grundsätzen der Kirche für die Entfernung von Personen übereinstimmten. Es ging nicht darum, eine persönliche Beziehung zu ihr aufrechtzuerhalten. Obwohl diese Angelegenheit oberflächlich betrachtet unbedeutend schien, berührte sie die Frage, ob ich die Wahrheit praktizieren und die Interessen der Kirche schützen konnte. Es war auch eine Prüfung von Gott. Also kniete ich nieder, betete zu Gott und drückte meine Bereitschaft aus, nach Seinen Anforderungen zu praktizieren. Nach dem Gebet ging ich Li Jings Verhaltensweisen noch einmal durch. Ausgehend von den Problemen in der Charakterisierung durch die Leiter hielt ich dann in Verbindung mit den entsprechenden Grundsätzen Gemeinschaft über mein eigenes Verständnis und meine Sichtweise. Nachdem ich den Brief geschrieben hatte, schickte ich ihn an die Leiter. Als ich so praktizierte, fühlte ich mich unglaublich wohl und im Frieden.

Später schrieben mir die Leiter zurück. Sie sagten, sie hätten die Sache erneut untersucht. Nachdem sie die entsprechenden Grundsätze bezüglich Li Jings Verhaltensweisen zu Rate gezogen hatten, bestätigten sie, dass sie die Bedingungen für eine Entfernung nicht erfüllte, dass es bei ihrer vorherigen Charakterisierung Abweichungen gegeben hatte und dass sie weiterhin ihre Pflicht in der Kirche tut. Ich war sehr glücklich über dieses Ergebnis. Ich hielt es für wunderbar, die Wahrheit zu praktizieren! Von nun an muss ich sie noch mehr praktizieren.

Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?

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