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Über Hiob II

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Hiobs Rationalität

Hiobs tatsächliche Erfahrungen und seine aufrichtige und ehrliche Menschlichkeit bedeuteten, dass er das vernünftigste Urteil und die vernünftigsten Entscheidungen traf, als er sein Vermögen und seine Kinder verlor. Solche rationalen Entscheidungen waren untrennbar von seinem täglichen Streben und den Taten Gottes, die er im Alltag kennengelernt hatte. Hiobs Ehrlichkeit ließ ihn imstande sein daran zu glauben, dass die Hand von Gott Jehova über alle Dinge herrsche; sein Glaube ließ ihn imstande sein, die Tatsache von Gott Jehovas Souveränität über alle Dinge zu kennen; seine Kenntnis machte ihn willens und fähig, Gott Jehovas Souveränität und Anordnungen zu gehorchen; sein Gehorsam ermöglichte es ihm, in seiner Gottesfurcht vor Jehova mehr und mehr wahrhaft zu sein; seine Ehrfurcht machte ihn immer wahrhaftiger in seinem Meiden des Bösen; schließlich wurde Hiob vollkommen, weil er Gott fürchtete und das Böse mied; und seine Perfektion machte ihn weise und verlieh ihm höchste Rationalität.

Wie sollen wir das Wort „rational“ verstehen? Eine wörtliche Interpretation ist, dass es bedeutet, einen guten Sinn zu haben, logisch und vernünftig in seinem Denken zu sein, vernünftige Worte, Handlungen und Urteile aufzuweisen und eine vernünftige und normale Moral zu besitzen. Doch die Rationalität Hiobs ist nicht so leicht zu erklären. Wenn hier gesagt wird, dass Hiob die höchste Vernunft besaß, so steht es im Zusammenhang mit seiner Menschlichkeit und seinem Verhalten vor Gott. Weil Hiob ehrlich war, konnte er an die Souveränität Gottes glauben und sie befolgen, was ihm eine Kenntnis vermittelte, die andere nicht erreichen konnten. Diese Kenntnis ließ ihn dazu in der Lage sein, das, was ihm widerfuhr genauer zu erkennen, zu beurteilen und zu definieren, was ihm ermöglichte, genauer und weitsichtiger zu entscheiden, was er tun sollte und an was er sich festhalten sollte. Das heißt, dass seine Worte, sein Verhalten, die Prinzipien hinter seinen Handlungen und der Kodex, nach dem er handelte, ordnungsgemäß, klar und spezifisch waren und nicht blind, impulsiv oder emotional. Er wusste mit was immer ihm auch widerfuhr, umzugehen, er wusste, die Beziehungen zwischen komplexen Ereignissen auszugleichen und handzuhaben, er wusste, sich an dem Weg festzuhalten, an den es sich festzuhalten galt, und darüber hinaus wusste er, mit dem Geben und Nehmen von Gott Jehova umzugehen. Das war genau die Rationalität Hiobs. Gerade weil Hiob mit solcher Rationalität ausgestattet war, sagte er „Jehova hat’s gegeben, Jehova hat’s genommen; der Name Jehovas sei gelobt“ als er sein Vermögen und seine Söhne und Töchter verlor.

Als Hiob mit den gewaltigen Schmerzen des Leibes und den Protesten seiner Verwandten und Freunde konfrontiert war, und als er dem Tode gegenüberstand, bewies sein eigentliches Verhalten allen abermals sein wahres Gesicht.

Das wirkliche Gesicht des Hiobs: wahr, rein und ohne Falschheit

Das wahre Gesicht Hiobs: wahr, rein und ohne Falschheit

Lasst uns Hiob 2,7–8 lesen: „Da fuhr der Satan aus vom Angesicht Jehovas und schlug Hiob mit bösen Schwären von der Fußsohle an bis auf seinen Scheitel. Und er nahm eine Scherbe und schabte sich und saß in der Asche“. Dies ist eine Beschreibung von Hiobs Verhalten, als sein Körper von Schwären übersät war. Zu dieser Zeit saß Hiob in der Asche, während er den Schmerz ertrug. Niemand behandelte ihn, und niemand half ihm, den Schmerz seines Körpers zu lindern; stattdessen verwendete er eine Tonscherbe, um die Oberfläche der wunden Schwären abzuschaben. Oberflächlich gesehen, war dies nur ein Stadium in Hiobs Qual und steht in keiner Beziehung zu seiner Menschlichkeit und Gottesfurcht, denn Hiob sprach keine Worte, um seine Stimmung und Ansichten zu diesem Zeitpunkt zu zeigen. Trotzdem sind Hiobs Handlungen und sein Verhalten immer noch ein wahrer Ausdruck seiner Menschlichkeit. In der Aufzeichnung des vorhergehenden Kapitels lasen wir, dass Hiob der größte aller Menschen des Ostens war. Diese Textstelle des zweiten Kapitels zeigt uns unterdessen, dass dieser große Mensch des Ostens eine Tonscherbe nahm, um sich zu schaben, während er inmitten der Aschen saß. Gibt es nicht einen offensichtlichen Kontrast zwischen diesen beiden Beschreibungen? Es ist ein Kontrast, der uns Hiobs wahres Selbst zeigt: Trotz seines prestigeträchtigen Standes und Status hatte er diese nie geliebt oder ihnen Beachtung geschenkt; er kümmerte sich nicht darum, wie andere seinen Rang betrachteten, noch war er besorgt darüber, ob seine Handlungen oder sein Verhalten negative Auswirkungen auf seinen Rang haben würden; er schwelgte nicht in den Reichtümern des Status, noch genoss er den Ruhm, den Status und Rang mit sich brachten. Er kümmerte sich nur um seinen Wert und die Bedeutung seines Lebens vor Gott Jehova. Hiobs wahres Selbst war seine eigentliche Wesenheit: Er liebte keinen Ruhm und Reichtum, und lebte nicht für Ruhm und Reichtum; er war wahrhaftig und rein und ohne Falschheit.

Hiobs Trennung von Liebe und Hass

Eine andere Seite von Hiobs Menschlichkeit wird in diesem Austausch zwischen ihm und seiner Frau gezeigt: „Und sein Weib sprach zu ihm: Hältst du noch fest an deiner Frömmigkeit? Ja, sage Gott ab und stirb! Er aber sprach zu ihr: Du redest, wie die närrischen Weiber reden. Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen?“ (Hiob 2,9-10). Als sie die Qual sah, die er litt, versuchte Hiobs Frau ihm Ratschläge zu erteilen, um ihm zu helfen seiner Qual zu entgehen – doch die „guten Absichten“ fanden nicht Hiobs Zustimmung; stattdessen entfachten sie seine Wut, denn sie leugnete seinen Glauben an Gott Jehova und seinen Gehorsam Ihm gegenüber und leugnete auch die Existenz von Gott Jehova. Das war für Hiob unhaltbar, denn er hatte sich selbst, ganz zu schweigen anderen, niemals erlaubt, irgendetwas zu tun, das sich Gott widersetzt oder Ihn verletzt. Wie könnte er gleichgültig bleiben, wenn er Andere Worte sprechen sah, die gegen Gott lästerten und Ihn beleidigten? So nannte er seine Frau ein „närrisches Weib“. Hiobs Haltung gegenüber seiner Frau war von Wut und Hass, sowie von Vorwurf und Tadel. Dies war der natürliche Ausdruck von Hiobs Menschlichkeit der Unterscheidung zwischen Liebe und Hass, und war eine wahre Darstellung seiner aufrechten Menschlichkeit. Hiob besaß einen Sinn für Gerechtigkeit – einen, der ihn die Winde und Gezeiten der Bosheit hassen und absurde Häresie, lächerliche Argumente und lachhafte Behauptungen verabscheuen, verurteilen und ablehnen ließ und ihm erlaubte, seinen eigenen, richtigen Prinzipien und seinem Standpunkt treu zu bleiben, als er von den Massen abgelehnt und von jenen verlassen worden war, die ihm nahe standen.

Eine andere Manifestation von Hiobs Furcht vor Gott und das Schädigen des Bösen ist sein Preisen von Gottes Namen in allen Dingen

Hiobs Herzensgüte und Aufrichtigkeit

Da wir in Hiobs Verhalten den Ausdruck verschiedener Aspekte seiner Menschlichkeit sehen können, was sehen wir von Hiobs Menschlichkeit, als er seinen Mund öffnete, um den Tag seiner Geburt zu verfluchen? Dies ist das Thema, das wir unten teilen werden.

Oben habe Ich von dem Ursprung von Hiobs Verfluchung des Tages seiner Geburt gesprochen. Was seht ihr darin? Wenn Hiob hartherzig wäre und ohne Liebe, wenn er kalt und gefühllos wäre und seiner Menschlichkeit beraubt, hätte ihn dann Gottes Herzenswunsch gekümmert? Und hätte er den Tag seiner eigenen Geburt deshalb verachten können, weil er um Gottes Herz besorgt war? Mit anderen Worten, wenn Hiob hartherzig und der Menschlichkeit beraubt wäre, hätte Gottes Leid ihn dann betrüben können? Hätte er den Tag seiner Geburt verfluchen können, weil Gott von ihm gekränkt worden war? Die Antwort ist, absolut nicht! Weil er gutherzig war, sorgte Hiob sich um Gottes Herz. Weil er sich um Gottes Herz sorgte, spürte Hiob Gottes Schmerz; weil er gutherzig war, erlitt er größere Qualen, weil er Gottes Schmerz spürte; weil er Gottes Schmerz spürte, begann er, den Tag seiner Geburt zu verabscheuen und verfluchte somit den Tag seiner Geburt. Für Außenstehende, ist das gesamte Verhalten Hiobs während seiner Prüfungen beispielhaft. Nur sein Verfluchen des Tages seiner Geburt stellt ein Fragezeichen hinter seine Perfektion und Aufrichtigkeit oder vermittelt eine andere Einschätzung. Tatsächlich war dies der wahrhaftigste Ausdruck der Wesenheit von Hiobs Menschlichkeit. Die Wesenheit seiner Menschlichkeit war nicht versteckt oder verpackt oder von jemand anderem überarbeitet worden. Als er den Tag seiner Geburt verfluchte, zeigte er die Herzensgüte und Aufrichtigkeit tief in seinem Herzen; er war wie eine Quelle, deren Wasser so klar und rein ist, sodass man den Grund sehen kann.

Nachdem dies alles über Hiob in Erfahrung gebracht wurde, werden die meisten Menschen zweifellos eine ziemlich genaue und objektive Einschätzung der Wesenheit von Hiobs Menschlichkeit haben. Sie sollten auch ein tiefes, praktisches und erweitertes Verständnis und eine Wertschätzung der Perfektion und Aufrichtigkeit Hiobs haben, von denen Gott spricht. Hoffentlich werden dieses Verständnis und diese Wertschätzung dazu beitragen, dass Menschen den Weg der Gottesfurcht und der Meidung des Bösen einschlagen.

aus „Das Wort erscheint im Fleisch“

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