72. Was ich aus dem Erleben von Verfolgung und Drangsal gelernt habe

Von Chen Wen, China

2022 bewässerte ich in der Kirche Neulinge. Anfang August erfuhr ich, dass alle unsere Bezirksleiter von der KPCh verhaftet worden waren. Als ich diese Nachricht hörte, war ich völlig schockiert. „Wie konnten all diese Leiter verhaftet werden? Was wird nun aus der Kirchenarbeit?“ Dann fiel mir ein, dass zwei der Bezirksleiter am Morgen ihrer Verhaftung noch bei mir zu Hause gewesen waren und wir zusammen Neulinge bewässert hatten. Ich stand oft mit ihnen in Kontakt. Würde die KPCh mich nun auch überwachen? Kurz darauf hörte ich, dass noch weitere Brüder und Schwestern verhaftet worden waren. Fast alle Verhafteten waren schon bei mir zu Hause gewesen. Wenn sie in ihrem Zeugnis nicht standhaft bleiben und mich verraten würden, befände ich mich in großer Gefahr. Hinzu kam, dass ich schon zu Beginn meines Glaubens gemeldet worden war, weshalb die Polizei in den letzten Jahren ständig nach mir gesucht hatte. Wenn ich verhaftet würde, ließe mich die Polizei sicher nicht so leicht davonkommen. Ich hatte früher Krebs und eine Operation hinter mir, weshalb ich gesundheitlich angeschlagen war. Wie sollte ich da eine Folter überstehen? Wenig später erhielt ich einen Brief. Darin stand, dass ein zuvor verhafteter und kürzlich freigelassener Leiter berichtet hatte, die Polizei würde meine Wohngegend überwachen. Ich solle mein Zuhause so schnell wie möglich verlassen und untertauchen. Diese Flut an Schreckensnachrichten versetzte mich in ständige Angst. Hastig packte ich meine Sachen und wechselte die Wohnung. Ich dachte bei mir: „Am besten bleibe ich zu Hause und wage mich nicht mehr vor die Tür.“ Doch dann wurde mir klar, dass ich die Leiterin des Bewässerungsteams war. Jetzt, wo Leute verhaftet und verfolgt wurden, brauchten die Neulinge Bewässerung und Unterstützung. Die vordringlichste Aufgabe war es nun, diese Neulinge gut zu unterstützen. Aber würde die Polizei mich aufspüren, wenn ich loszöge, um die Neulinge zu bewässern? Die Überwachung der KPCh reicht bis in den letzten Winkel. Wenn ich verhaftet würde und in meinem Zeugnis nicht standhaft bleiben könnte, sondern zum Judas würde, wäre dann mein Glaube all die Jahre nicht vergebens gewesen? Wie könnte ich so jemals einen guten Bestimmungsort erreichen? Um einer Verhaftung zu entgehen, bat ich Schwester Xiaole, die gerade erst für die Bewässerungspflicht angelernt wurde, sich mit den Neulingen zu versammeln.

Einmal kam Xiaole von einer Versammlung zurück und erzählte, einer der Neulinge traue sich aus Angst vor einer Verhaftung nicht mehr, an Gott zu glauben. Auch eine andere neue Schwester sorgte sich, dass eine Verhaftung die Zukunftsaussichten ihres Kindes beeinträchtigen könnte, und wagte es deshalb nicht mehr, weiter zu glauben. Als ich das hörte, wurde ich wirklich unruhig. Ich wusste, dass Xiaole erst seit Kurzem an Gott glaubte und noch nie zuvor Neulinge bewässert hatte. Sie war bei einigen der Probleme und Zustände der Neulinge nicht in der Lage, diese vollständig zu lösen. Die Probleme dieser Neulinge mussten schnell durch gemeinschaftlichen Austausch über die Wahrheit gelöst werden. Sonst liefen sie Gefahr, sich von der Kirche zurückzuziehen. Doch wenn ich rausginge, um die Neulinge zu bewässern, könnte ich jederzeit verhaftet werden. Ich hatte eine schwere Krankheit gehabt. Wie sollte ich die Folter der Polizei überstehen? Ich dachte an die Szenen, in denen meine Brüder und Schwestern gefoltert wurden: Die Polizei hängte sie auf und schlug sie, übergoss sie mit kochendem Wasser, verpasste ihnen Stromschläge und so weiter. Es gab keine verachtenswerte Methode, zu der sie sich nicht herabließen. Viele Brüder und Schwestern waren nach ihrer Verhaftung gefoltert worden. Manche trugen Behinderungen davon, und einige wurden sogar zu Tode geprügelt. Wenn ich verhaftet und von der Polizei zu Tode gefoltert würde, verlöre ich meine Chance auf Errettung. Je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr Angst bekam ich. Ich dachte: „Vielleicht ist es doch besser, Xiaole loszuschicken, um die Neulinge zu unterstützen. Sie ist als Gläubige noch nicht so bekannt.“ Als mir diese Gedanken kamen, regte sich bei mir ein ungutes Gefühl: „Xiaole übt sich doch erst seit Kurzem in der Bewässerung der Neulinge. Sie ist nicht in der Lage, im gemeinschaftlichen Austausch klar auf die Probleme der Neulinge einzugehen. Wenn die Neulinge die Wahrheit nicht verstehen, könnten sie sich zurückziehen und ihr Leben würde Schaden nehmen. Außerdem waren diese Neulinge schon immer meine Verantwortung. Andere Leute kennen ihre Situationen nicht. Es ist am besten, wenn ich hingehe und sie unterstütze. Wenn ich sie aus Sorge um meine eigene Sicherheit beiseite schiebe und im Stich lasse, bin ich dann nicht meiner Pflicht gegenüber unverantwortlich?“ Ich hatte jedoch Angst, verhaftet zu werden, wenn ich das Haus verließ. In diesem Dilemma gefangen, betete ich zu Gott und bat Ihn, mich zu führen, damit ich in diesem Umfeld die Kirchenarbeit schützen konnte. Nach meinem Gebet erinnerte ich mich an eine Passage aus Gottes Worten: „Ganz gleich, wie ‚ungeheuer mächtig‘ Satan ist, wie dreist und ehrgeizig er ist, wie groß seine Fähigkeit ist, Schaden zuzufügen, wie weitreichend seine Fähigkeiten sind, den Menschen zu verderben und zu ködern, wie clever die Tricks und Listen sind, mit denen er den Menschen einschüchtert, oder wie vielfältig die Formen seiner Existenz sind, er war nie in der Lage, ein einziges Lebewesen zu erschaffen, Gesetze oder Regeln für die Existenz aller Dinge festzulegen oder irgendein Objekt zu regieren oder die Herrschaft darüber zu haben, sei es belebt oder unbelebt. Innerhalb des Kosmos und des Firmaments gibt es keine einzige Person und keine einzige Sache, die von ihm ins Dasein gerufen wurde oder die seinetwegen existiert; es gibt keine einzige Person oder Sache, die seiner Herrschaft untersteht oder von ihm regiert wird. Im Gegenteil, er muss nicht nur unter der Herrschaft Gottes existieren, sondern auch allen Befehlen und Anordnungen Gottes gehorchen. Ohne Gottes Zustimmung kann Satan nicht einfach einen Tropfen Wasser oder ein Sandkorn auf der Erde berühren; ohne Gottes Zustimmung kann sich Satan noch nicht einmal an den Ameisen auf der Erde zu schaffen machen, geschweige denn an der Menschheit, die von Gott geschaffen wurde. In den Augen Gottes ist Satan niedriger als die Lilien auf dem Berg, als die Vögel, die in der Luft fliegen, und als die Fische im Meer und die Maden auf Erden. Seine Rolle unter allen Dingen ist es, allen Dingen zu dienen, der Menschheit zu dienen und Gottes Werk und Seinem Führungsplan zu dienen. Ganz gleich, wie böswillig seine Natur ist und wie niederträchtig sein Wesen ist, das Einzige, was er tun kann, ist, fügsam seiner Funktion zu dienen: Gott einen Dienst zu erweisen – gut als Kontrastfigur zu dienen. So ist die Substanz und die ursprüngliche Position Satans. Sein Wesen hat nichts mit Leben, Macht oder Autorität zu tun; er ist lediglich ein Spielball in Gottes Händen, nur eine Maschine, die Gott verwendet, damit sie Ihm dient!(Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige I). Durch Gottes Worte erkannte ich: Egal, wie zügellos Satan auch wütet, er ist immer in Gottes Händen. Er muss Gottes Anweisungen und Befehlen gehorchen. Ohne Gottes Erlaubnis wagt er es nicht, auch nur einen Wassertropfen oder ein Sandkorn auf der Erde anzurühren. Gottes Worte gaben mir den Glauben, dass alle Dinge und Ereignisse von Gott gelenkt werden. Ob ich verhaftet würde oder nicht, lag in Gottes Hand. Nun mussten die Probleme dieser Neulinge dringend gelöst werden. Ich durfte nicht nur an meine eigene Sicherheit denken. Es war von entscheidender Bedeutung, die Probleme der Neulinge zu lösen. Zur nächsten Versammlung der Neulinge musste ich hingehen. Sollte ich wirklich verhaftet werden, dann hat Gott es so zugelassen. Ohne Gottes Erlaubnis wäre ich sicher, ganz gleich, wie hemmungslos Satan wütete. Am Tag der Versammlung brach ich früh auf und drehte ein paar Runden, bevor ich zum Versammlungsort ging. Indem wir bei der Versammlung Gottes Worte lasen und über unser erfahrungsbasiertes Verständnis Gemeinschaft hielten, verstanden die Neulinge Gottes Absicht und waren nicht mehr so zaghaft und verängstigt. Ein Lächeln erschien auf ihren Gesichtern, und ihr Zustand kehrte sich um. Mein Herz war von Freude und Frieden erfüllt.

2023 begann ich, die Pflicht einer Leiterin in der Kirche auszuführen. Am Nachmittag des 6. Juli hielt Schwester Gao Li, die mit mir zusammenarbeitete, gerade eine Versammlung mit drei Neulingen ab, die Leiter und Diakone waren, als sie während der Versammlung verhaftet wurde. Als ich diese Nachricht hörte, rutschte mir das Herz in die Hose. „Ich gehe fast jeden Tag zu Gao Lis Haus und treffe oft diese drei Neulinge. Diese Neulinge glauben noch nicht lange an Gott und haben nur ein oberflächliches Verständnis der Wahrheit. Werden sie der Verfolgung durch die Polizei standhalten und in ihrem Zeugnis standhaft bleiben können? Was ist, wenn sie der Folter nicht standhalten, zu Judas werden und mich verraten? Ich bin von vornherein kränklich, und wenn ich verhaftet würde, wie sollte ich da jemals die Folter der Polizei überstehen?!“ In jenen Tagen erhielt ich häufig Briefe mit der Nachricht, dass alle möglichen Brüder und Schwestern, mit denen ich in Kontakt gestanden hatte, verhaftet worden waren. Ich hatte das Gefühl, ich könnte jederzeit verhaftet werden, und konnte mich innerlich gar nicht beruhigen. Die Anspannung zehrte mich jeden Tag auf. Ich wollte einfach nur einen Ort finden, an dem ich mich verstecken und untertauchen konnte. Doch dann dachte ich daran, dass ich eine Leiterin in der Kirche war und es meine Verantwortung war, mich um die Nachwirkungen zu kümmern. Insbesondere Gao Li kannte die Häuser sehr genau, in denen die Bücher mit Gottes Worten aufbewahrt wurden. Die Bücher mussten so schnell wie möglich umgelagert werden. Die Lage zu jener Zeit war jedoch sehr heikel, und überall gab es Überwachung. Wenn die Polizei mich dabei entdecken würde, wie ich all diese Bücher umlagerte, wären die Konsequenzen zu schrecklich, um auch nur daran zu denken! Ganz zu schweigen davon, dass ich eine Leiterin in der Kirche war. Sobald die Polizei herausfände, dass ich eine Leiterin war, würden sie mich mit Sicherheit zu Tode foltern. Sobald ich an die Szenen dachte, in denen die Brüder und Schwestern von der Polizei gefoltert wurden, erschauderte ich vor Entsetzen. Wenn ich von der Polizei zu Tode geprügelt würde, verlöre ich meine Chance auf Errettung für immer, und ich hätte all die Jahre umsonst an Gott geglaubt. Wenn Gao Li der Folter jedoch nicht standhalten könnte und zu Judas würde, und die Bücher mit Gottes Worten nicht rechtzeitig umgelagert würden, dann könnten sie sehr wohl der Polizei in die Hände fallen. Dann hätte ich meine Pflicht verletzt. Das wäre eine schwerwiegende Verfehlung! Die Umlagerung der Bücher mit Gottes Worten duldete keinen Aufschub. In jener Nacht betete ich mehrmals zu Gott, prüfte mich selbst und erkannte, dass ich in ständiger Angst lebte, mich scheute, mein Gesicht zu zeigen, was nicht mit Gottes Absichten übereinstimmte, und dass diese Zaghaftigkeit und Angst eine List Satans waren. Ich dachte an eine Passage aus Gottes Worten, die ich oft gelesen hatte: „Was Ich wünsche, ist jetzt deine Treue und Unterwerfung zu haben, jetzt deine Liebe und dein Zeugnis zu haben. Sogar wenn du in diesem Moment nicht weißt, was Zeugnis ist oder was Liebe ist, solltest du Mir dein Alles bringen und Mir die einzigen Schätze übergeben, die du hast: deine Treue und Unterwerfung. Du solltest wissen, dass das Zeugnis Meines Sieges über Satan, genauso wie das Zeugnis Meiner vollständigen Eroberung des Menschen, in der Treue und Unterwerfung des Menschen liegt. Die Pflicht deines Glaubens an Mich ist, Mich zu bezeugen, Mir und keinem anderen treu zu sein und unterwürfig zu sein bis ans Ende. Bevor Ich die nächste Stufe Meines Werkes beginne, wie solltest du Mich bezeugen? Wie solltest du Mir treu und unterwürfig sein? Wirst du deiner Funktion gegenüber hingebungsvoll sein, oder wirst du einfach aufgeben? Würdest du dich eher all Meinen Anordnungen unterwerfen (selbst wenn diese Tod oder Vernichtung sein sollten) oder auf halbem Weg fliehen, um Meiner Züchtigung zu entgehen?(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Was weißt du vom Glauben?). Nachdem ich die Worte Gottes gelesen hatte, verstand ich Gottes Absicht. Gott prüfte mich zu dieser Zeit genau, um zu sehen, ob ich im Angesicht Satans Zeugnis ablegen konnte und ob ich Gott gegenüber treu und unterwürfig war. Nun war die Lage gefährlich und die Bücher mit Gottes Worten mussten dringend umgelagert werden. Als Leiterin in der Kirche sollte ich diese Aufgabe ohne Zögern übernehmen. Ich dachte daran, wie niederträchtig, verabscheuungswürdig und voller Intrigen die KPCh ist. Ich wusste nicht, ob die verhafteten Brüder und Schwestern den Drohungen und Verlockungen der Polizei standhalten könnten. Ich musste mich so schnell wie möglich um die Nachwirkungen kümmern. Die Umlagerung der Bücher durfte nicht einen Moment lang aufgehalten werden. Ich durfte es nicht länger aufschieben. Ich besprach mich umgehend mit dem Prediger, wie wir die Bücher umlagern sollten, und betete zu Gott und vertraute Ihm die Angelegenheit an. Unter Gottes Schutz brachten wir alle Bücher mit Gottes Worten reibungslos an einen sicheren Ort. Erst da atmete ich erleichtert auf.

Später erhielt ich einen weiteren Brief, in dem stand, dass Schwester Li Jie ebenfalls verhaftet worden war, dass eine andere Schwester drei Tage nach ihrer Verhaftung zu Tode geprügelt worden war und dass Brüder und Schwestern in der Kirche ständig von der Polizei verfolgt und verhaftet wurden. Als ich diese Nachrichten hörte, begann ich mich wieder zu sorgen. Was wäre, wenn ich verhaftet, gefoltert und zu Tode geprügelt würde? Unwillkürlich wurde mein Herz wieder etwas zaghaft und ängstlich. Ich dachte, dass ich nicht mehr rausgehen und mich zu Hause verstecken sollte. Ich erkannte, dass es falsch war, solche Gedanken zu offenbaren, und begann, über mich selbst nachzudenken. Warum lebte ich in Zaghaftigkeit und Angst und wollte fliehen, sobald eine gefährliche Situation auf mich zukam? Ich betete zu Gott über meinen Zustand. Nach dem Gebet las ich die Worte Gottes: „Abgesehen davon, dass sie an ihre eigene Sicherheit denken, worüber machen sich manche Antichristen noch Gedanken? … Sobald sie hören, dass ein Leiter der Polizei gemeldet wurde, weil seine Unterkunft nicht sicher war, oder dass ein Leiter von Spionen des großen roten Drachen ins Visier genommen wurde, weil er zu oft seine Unterkunft verließ, um seine Pflicht auszuführen, und mit zu vielen Menschen Kontakt hatte, und dass diese Person schließlich verhaftet und verurteilt wurde, bekommen sie sofort Angst. Sie denken: ‚Oh nein, werde ich als Nächstes verhaftet? Ich muss daraus lernen. Ich sollte nicht zu aktiv sein. Wenn die Möglichkeit besteht, einige Arbeiten der Kirche zu vermeiden, werde ich sie nicht tun. Wenn die Möglichkeit besteht, zu vermeiden, mich blicken zu lassen, werde ich es nicht tun. Ich werde meine Arbeit auf das geringstmögliche Maß beschränken, nicht vor die Tür gehen, den Kontakt zu anderen meiden und sicherstellen, dass niemand weiß, dass ich ein Leiter bin. Wer kann es sich heutzutage leisten, sich um andere zu kümmern? Es ist schwer genug, einfach nur zu überleben!‘ Außer eine Tasche herumzutragen und sich zu verstecken, leisten sie, seit sie die Rolle eines Leiters übernommen haben, keine Arbeit. Sie sind immer auf der Hut, leben in ständiger Angst, verhaftet und verurteilt zu werden. Angenommen, sie hören jemanden sagen: ‚Wenn du geschnappt wirst, wirst du getötet! Wenn du kein Leiter wärst, wenn du nur ein gewöhnlicher Gläubiger wärst, könntest du vielleicht mit einer kleinen Geldstrafe davonkommen, aber da du ein Leiter bist, ist das schwer zu sagen. Es ist zu gefährlich! Einige Leiter oder Mitarbeiter, die gefasst wurden, starben lieber als Informationen preiszugeben und wurden von der Polizei zu Tode geprügelt.‘ Sobald sie hören, dass jemand zu Tode geprügelt wurde, wächst ihre Angst, und sie fürchten sich noch mehr davor, zu arbeiten. Jeden Tag denken sie nur darüber nach, wie sie es vermeiden können, geschnappt zu werden, wie sie es vermeiden können, sich blicken zu lassen, wie sie es vermeiden können, überwacht zu werden, und wie sie den Kontakt zu ihren Brüdern und Schwestern meiden können. Sie zerbrechen sich den Kopf über diese Dinge und vergessen völlig ihre Pflichten. Sind solche Menschen treu? Können solche Menschen irgendeine Arbeit erledigen? (Nein, das können sie nicht.) Solche Menschen sind einfach nur ängstlich. Allein anhand dieser Erscheinungsform können wir sie nicht definitiv als Antichristen charakterisieren, aber was ist die Natur dieser Erscheinungsform? Das Wesen dieser Erscheinungsform ist das eines Ungläubigen. Solche Menschen glauben nicht, dass Gott die Menschen beschützen kann, und sie glauben erst recht nicht, dass die Aufwendung für Gott eine Hingabe an die Wahrheit ist und dass dies etwas ist, das Gott billigt. Sie fürchten Gott nicht in ihrem Herzen; sie haben nur Angst vor Satan und vor niederträchtigen politischen Parteien. Sie glauben nicht an die Existenz Gottes, sie glauben nicht, dass alles in Gottes Händen liegt, und sie glauben erst recht nicht, dass Gott Menschen billigen wird, die alles um Seinetwillen, um Seinem Weg zu folgen und um Seinen Auftrag auszuführen, aufwenden. All das können sie nicht erkennen. Woran glauben sie? Sie glauben, dass sie ein schlimmes Ende ereilen wird, wenn sie dem großen roten Drachen in die Hände fallen, und dass sie verurteilt werden oder sogar ihr Leben verlieren könnten. In ihrem Herzen denken sie nur an ihre eigene Sicherheit und nicht an das Werk der Kirche. Sind das keine Ungläubigen? (Doch, das sind sie.) Was sagt die Bibel? ‚Wer sein Leben verliert um Meinetwillen, der wird’s finden‘ (Matthäus 10,39). Glauben sie an diese Worte? (Nein, das tun sie nicht.) Wenn von ihnen verlangt wird, bei der Ausführung ihrer Pflicht ein Risiko einzugehen, dann wollen sie sich verstecken und wollen nicht, dass sie irgendjemand sieht – sie möchten unsichtbar sein. So groß ist ihre Angst. Sie glauben nicht, dass Gott die Stütze der Menschen ist, dass alles in Gottes Händen liegt, dass Gott, wenn wirklich etwas schiefläuft oder sie tatsächlich geschnappt werden, das zugelassen hat und dass Menschen ein unterwürfiges Herz haben sollten. Diese Menschen besitzen weder ein solches Herz noch ein solches Verständnis noch diese Art von Vorbereitung. Glauben sie wirklich an Gott? (Nein, das tun sie nicht.) Ist das Wesen dieser Erscheinungsform nicht das eines Ungläubigen? (Ja, das ist es.)“ (Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 9 (Teil 2)). Was Gott offenbarte, entsprach genau meinem Zustand. Seit ich gehört hatte, dass meine Arbeitspartnerin verhaftet worden war, lebte ich in Anspannung und Entsetzen. Ich wusste, dass ich eine Leiterin in der Kirche war und dass, wenn eine gefährliche Lage über uns hereinbrach, ich Gottes Opfergaben und die Bücher mit den Worten Gottes an erste Stelle setzen und schützen musste. Dann dachte ich jedoch daran, wie gefährlich die gegenwärtige Lage war und dass es überall Überwachung gab. Wenn ich in einer solchen Umgebung so viele Bücher umlagerte, dann würde mich die Polizei, wenn ich verhaftet würde, nicht so leicht davonkommen lassen. Wenn ich zum Krüppel oder sogar zu Tode geprügelt würde, dann würde ich meine Chance auf Errettung vollständig verlieren. Wenn ich an diese schrecklichen Konsequenzen dachte, traute ich mich nicht, die Bücher umzulagern. Ich wollte die Aufgabe dem Prediger zuschieben. An diesem entscheidenden Punkt dachte ich nur an meine persönliche Sicherheit. Mein Kopf war voll von meinen eigenen Interessen, und ich dachte einfach überhaupt nicht an die Interessen der Kirche. Ich war so egoistisch und verabscheuungswürdig, und es mangelte mir an Menschlichkeit! Bevor diese Situation über uns hereinbrach, hielt ich oft mit meinen Brüdern und Schwestern Gemeinschaft darüber, dass der große rote Drache nur ein Werkzeug ist, das dem Wirken Gottes dient, und dass Gott die Verfolgung durch den großen roten Drachen nutzt, um Menschen zu offenbaren und zu vervollkommnen. Als jedoch die Gefahr über mich hereinbrach, offenbarte sie mich. Ich lebte den ganzen Tag in Zaghaftigkeit und Angst. Ich hatte Angst, von der Polizei zu Tode gefoltert zu werden. Ich hatte keinen echten Glauben an Gott. Ich erkannte, dass alles, worüber ich normalerweise Gemeinschaft hielt, nur Worte und Glaubenslehren waren. Ich hatte nicht das geringste bisschen Glauben an Gott. Ich war eine Ungläubige, die Gott entlarvt hatte!

Später dachte ich über mich selbst nach. Warum wollte ich meine Pflicht immer auf andere abschieben, sobald eine gefährliche Lage auf mich zukam? Welche Wesensnatur verursachte das? Bei meiner Suche las ich die Worte Gottes: „Antichristen sind extrem egoistisch und verachtenswert. Sie haben keinen wahren Glauben an Gott, geschweige denn Treue gegenüber Gott; wenn sie auf ein Problem stoßen, schützen und wahren sie nur sich selbst. Für sie ist nichts wichtiger als ihre eigene Sicherheit. Solange sie noch leben und nicht verhaftet werden, ist es ihnen gleichgültig, wie viel Schaden dem Werk der Kirche zugefügt wird. … Antichristen lassen die Arbeit der Kirche und Gottes Opfergaben im Stich, und sie sorgen nicht dafür, dass die Menschen sich um die Nachwirkungen kümmern. Das ist dasselbe, wie zuzulassen, dass der große rote Drache Gottes Opfergaben und Seine Auserwählten an sich reißt. Ist das nicht geheimer Verrat an Gottes Opfergaben und Seinen Auserwählten? Wenn die, die Gott treu sind, ganz genau wissen, dass ein Umfeld gefährlich ist, ertragen sie trotzdem tapfer das Risiko, sich um die Nachwirkungen kümmern zu müssen, und sie halten die Verluste im Hause Gottes so niedrig wie möglich, bevor sie sich selbst zurückziehen. Sie geben ihrer eigenen Sicherheit keine Priorität. Sagt mir, wer könnte in diesem niederträchtigen Land des großen roten Drachen sicherstellen, dass der Glaube an Gott und die Ausführung einer Pflicht überhaupt keine Gefahr darstellen? Welche Pflicht man auch immer auf sich nimmt, sie bringt ein gewisses Risiko mit sich – doch die Ausführung der Pflicht wird von Gott in Auftrag gegeben, und während man Gott folgt, muss man das Risiko der Pflichtausführung auf sich nehmen. Man sollte Weisheit walten lassen, und man muss Maßnahmen ergreifen, um seine Sicherheit zu gewährleisten, aber man sollte seine persönliche Sicherheit nicht an die erste Stelle setzen. Man sollte Gottes Absichten berücksichtigen und das Werk Seines Hauses und die Verbreitung des Evangeliums an die erste Stelle setzen. Die Erfüllung von Gottes Auftrag an sie ist das Wichtigste, und sie steht an erster Stelle. Antichristen geben ihrer persönlichen Sicherheit die höchste Priorität; sie glauben, dass nichts anderes mit ihnen zu tun hat. Es ist ihnen gleichgültig, wenn jemand anderem etwas zustößt, ganz gleich, wer es sein mag. Solange den Antichristen selbst nichts Schlimmes zustößt, fühlen sie sich wohl. Es fehlt ihnen jegliche Treue, was durch die Wesensnatur der Antichristen bedingt ist(Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 9 (Teil 2)). Gott offenbarte, dass Antichristen in Zeiten der Gefahr nur an ihre eigene Sicherheit denken. Sie bedenken nicht, ob die Interessen von Gottes Haus Schaden nehmen, und kümmern sich nicht um die Sicherheit ihrer Brüder und Schwestern. Sie sind so egoistisch und verabscheuungswürdig! Als ich die Disposition, die ich offenbarte, mit der eines Antichristen verglich, sah ich, dass sie identisch waren. Ich lebte nach dem Gift: „Jeder für sich und den Letzten holt der Teufel.“ In gefährlichen Situationen dachte ich zuerst an meine eigenen Interessen. Ein Jahr zuvor war in unserer Kirche eine solche Situation entstanden. Ich machte mir Sorgen, verhaftet und gefoltert zu werden, und traute mich daher nicht hinaus, um Neulinge zu bewässern. Das führte dazu, dass die Probleme der Neulinge nicht zeitnah gelöst werden konnten. Als meine Arbeitspartnerin sowie mehrere Leiter und Diakone verhaftet wurden, musste ich mich dringend um die Nachwirkungen kümmern. Aber ich hatte immer noch Angst, verhaftet und gefoltert zu werden, und fürchtete, zu Tode geprügelt zu werden, also wollte ich meine Pflicht auf andere abschieben. Als Leiterin in der Kirche hatte ich die Verantwortung, die Interessen der Kirche und die Sicherheit meiner Brüder und Schwestern zu schützen. Wenn jedoch eine gefährliche Situation über mich hereinbrach, wollte ich mich ständig dem Kampf entziehen, dachte nur daran, meine eigene Haut zu retten und wollte meine Pflicht auf andere abschieben. Aus feiger Todesangst klammerte ich mich gierig und um jeden Preis ans Leben. Ich sorgte mich nur um mein Fleisch. Ich war viel zu egoistisch und verabscheuungswürdig. Ich besaß überhaupt keine Treue zu Gott. Ich dachte daran, wie Gott Sein Leben riskiert und sich persönlich in die Höhle des Löwen begibt, um die Menschheit vollständig aus Satans Macht zu erretten. Gott ist der unerbittlichen Verfolgung durch Chinas Regierungspartei ausgesetzt, hat aber unserer Errettung nie den Rücken gekehrt, sondern weiterhin gesprochen und Worte kundgetan, um uns zu führen. Gottes Liebe zu den Menschen ist so unermesslich! Menschen, die Gott gegenüber wirklich treu sind, stellen die Interessen von Gottes Haus an die erste Stelle. Selbst wenn sie ein Risiko eingehen müssen, werden sie sich gut um die Nachwirkungen kümmern. Ich genoss die Versorgung und die Hirtensorge durch Gottes Worte, wusste aber nicht, wie ich auf Gottes Absichten Rücksicht nehmen sollte, und dachte nicht daran, Gottes Liebe zu vergelten. Mir mangelte es wahrlich an Gewissen und Vernunft! Ich unterschied mich nicht von einem Antichristen: egoistisch und verabscheuungswürdig, ohne einen Funken Menschlichkeit. Wenn ich nicht Buße täte, würde ich mir Gottes Abscheu zuziehen und ausgemustert werden. Als mir das klar wurde, kniete ich mich eilig hin und betete: „Lieber Gott, jedes Mal, wenn ich in eine gefährliche Situation gerate, denke ich nur an meine eigene Sicherheit. Ich bedenke weder die Interessen der Kirche noch die Sicherheit meiner Brüder und Schwestern. Ich bin einfach zu egoistisch und verabscheuungswürdig! Mein Verhalten ist Dir so zuwider! Lieber Gott, ich will nicht länger in meiner verdorbenen Disposition leben. Ich bin bereit, mich auf Dich zu verlassen, um meine Pflicht gut zu tun.“

Später suchte ich nach Passagen aus Gottes Worten, die sich auf meinen Zustand der ständigen Angst bezogen, verhaftet und zu Tode geprügelt zu werden. Ich las die Worte Gottes: „In welchem Ausmaß führten jene, die den Märtyrertod starben, weil sie das Evangelium des Herrn Jesus verkündeten, ihre Pflicht aus? Gingen sie bis zum Äußersten? Wie zeigte sich, dass sie bis zum Äußersten gingen? (Sie opferten ihr Leben.) Das stimmt, sie bezahlten den Preis mit ihrem Leben. Familie, Reichtum und die materiellen Dinge dieses Lebens, das sind alles äußerliche Dinge; das Einzige, das zu einem selbst gehört, ist das Leben. Für jeden lebenden Menschen ist das Leben das, was es am allermeisten wert ist, geschätzt zu werden, das Kostbarste, und tatsächlich konnten diese Menschen ihren wertvollsten Besitz als Bestätigung und Zeugnis für Gottes Liebe zur Menschheit opfern. Bis hin zu ihrem Tod leugneten sie weder Gottes Namen noch leugneten sie Gottes Werk, und sie nutzten die letzten Augenblicke des Lebens, um die Existenz dieser Tatsache zu bezeugen – ist das nicht die höchste Form des Zeugnisses? Das ist die beste Art und Weise, seine Pflicht auszuführen; das heißt, seiner Verantwortung nachzukommen. Als Satan sie bedrohte und terrorisierte und sie am Ende sogar mit ihrem Leben bezahlen ließ, kündigten sie ihre Verantwortung nicht auf. Das heißt, seine Pflicht bis zum Äußersten zu erfüllen. Was meine Ich damit? Meine Ich, ihr sollt dieselbe Methode anwenden, um Gott zu bezeugen und Sein Evangelium zu verkünden? Das musst du nicht unbedingt tun, aber du musst verstehen, dass das deine Verantwortung ist, dass du es als etwas annehmen solltest, zu dem du verpflichtet bist, wenn Gott es von dir benötigt. Die Menschen von heute tragen Angst und Sorge in sich, aber welchen Zweck erfüllt diese Sorge? Wenn Gott nicht von dir benötigt, das zu tun, ist es völlig ohne Belang, ob du dir Sorgen machst oder nicht. Wenn Gott von dir benötigt, das zu tun, solltest du dich nicht vor dieser Verantwortung drücken oder sie ablehnen; du solltest von dir aus aktiv mitwirken und sie annehmen – sich Sorgen zu machen, nützt hier nichts. Egal, wie man stirbt, man sollte nicht in der Gegenwart Satans sterben, man sollte nicht in seinen Händen sterben. Wenn einer sterben muss, sollte er in Gottes Händen sterben. Die Menschen sind von Gott gekommen, und zu Gott kehren sie zurück – diese Vernunft und Haltung sollte ein geschaffenes Wesen besitzen(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Das Predigen des Evangeliums ist die Pflicht, zu deren Erfüllung alle Gläubigen verpflichtet sind). Aus Gottes Worten verstand ich Gottes Absichten und Anforderungen. Wenn ein Mensch mit seinem Leben bezahlt, um für Gott Zeugnis abzulegen, ist das die höchste Form des Zeugnisses. Das wird von Gott anerkannt. Wenn jemand sein Leben für die gerechte Sache hingibt, stirbt zwar das Fleisch, doch Geist und Seele kehren zu Gott zurück. Genau wie die Bibel besagt: „Wer sein Leben findet, der wird’s verlieren; und wer sein Leben verliert um Meinetwillen, der wird’s finden(Matthäus 10,39). Petrus wurde für Gott kopfüber ans Kreuz genagelt und verlor sein fleischliches Leben, aber er legte Zeugnis für Gott ab und erlangte das ewige Leben. Auch die Brüder und Schwestern, die unter der Folter durch den großen roten Drachen lieber starben, als zu Judas zu werden, starben, um Gott zu bezeugen. An diese Art von Tod wird Gott sich erinnern. Ich sorgte mich ständig, während der Ausführung meiner Pflicht von der Polizei verhaftet und zu Tode geprügelt zu werden: Das zeigte ein mangelndes Verständnis für die Bedeutung von Leben und Tod. Mein Leben liegt in Gottes Händen, und Gott herrscht darüber; selbst der Atem in meinen Lungen wurde mir von Gott gegeben. Ich sollte Leben und Tod Gott anvertrauen und mich Gottes Orchestrierung und Anordnung unterwerfen. Selbst wenn ich von der Polizei verhaftet und zu Tode gefoltert würde, wäre dies wertvoll und bedeutsam, wenn ich in meinem Zeugnis für Gott standhaft bleiben könnte. Der Herr Jesus sagte: „Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, und die Seele nicht können töten; fürchtet euch aber vielmehr vor dem, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle(Matthäus 10,28). Satan kann nur dem Fleisch eines Menschen schaden. Selbst wenn wir von der KPCh für unseren Glauben an Gott gefoltert werden und im Fleisch leiden oder sogar den Märtyrertod sterben, werden wir damit in unserem Zeugnis vor Gott standhaft geblieben sein. Das wird von Gott anerkannt. Ich hatte das Glück, in diesem Leben Gottes Evangelium der letzten Tage anzunehmen, und habe so viel Versorgung und Führung durch Gottes Worte erhalten. Ich habe die Geheimnisse und die Bedeutung des Lebens verstanden und wurde vor Satans Schaden und seinen Listen bewahrt. Ich durfte unter der Fürsorge und dem Schutz des Schöpfers leben. Das war der größte Segen. Selbst wenn ich nun gestorben wäre, hätte es sich gelohnt: Ich hätte mein Leben nicht umsonst gelebt. Nachdem ich das verstanden hatte, war ich nicht mehr so vom Tod eingeschränkt wie zuvor. Ich war bereit, zu Gott zu beten, mich auf Gott zu verlassen und meine Weisheit einzusetzen, um mich um die Nachwirkungen zu kümmern.

Später erzählte mir eine Schwester, dass die Polizei meinen echten Namen herausgefunden hatte. Als ich diese Nachricht hörte, dachte ich, dass ich in Zukunft noch vorsichtiger sein müsste. Kurz darauf kam jedoch ein Brief von den oberen Leitern, in dem stand, dass dringend eine Arbeit umgesetzt werden müsse und dass ich die einzige Person sei, die jemanden ausfindig machen könne, der darüber Bescheid wusste. Ich dachte daran, dass die Polizei meine tatsächliche Situation herausgefunden hatte und dass jeder Winkel überwacht wurde. Wenn ich hinausginge, verhaftet und zu Tode geprügelt würde, was würde dann passieren? In diesem Moment erkannte ich, dass mein Zustand wieder nicht korrekt war. Ich erinnerte mich an die Worte Gottes: „Ohne Gottes Zustimmung kann Satan nicht einfach einen Tropfen Wasser oder ein Sandkorn auf der Erde berühren; ohne Gottes Zustimmung kann sich Satan noch nicht einmal an den Ameisen auf der Erde zu schaffen machen, geschweige denn an der Menschheit, die von Gott geschaffen wurde(Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige I). Ob ich verhaftet würde oder nicht, lag in Gottes Hand. Selbst wenn ich verhaftet würde, wäre das meine Zeit, in meinem Zeugnis standhaft zu bleiben. Selbst wenn die Polizei mich zu Tode prügeln würde, würde ich es bereitwillig annehmen und mich unterwerfen. Ich würde niemals zum Judas werden und Gott verraten. Mit den Worten Gottes, die mich führten und leiteten, fand mein aufgewühltes Herz zur Ruhe, und ich war nicht mehr zaghaft oder verängstigt. Also verkleidete ich mich, ging hinaus und arrangierte alles reibungslos. In jenem Moment empfand ich großen Frieden und Erleichterung in meinem Herzen. Obwohl die Lage weiterhin sehr gefährlich war, fühlte ich mich danach, geleitet von Gottes Worten, nicht mehr zaghaft oder ängstlich. Stattdessen verließ ich mich auf Gott, nutzte meine Weisheit, um meine Arbeit abzuschließen, und das Kirchenleben normalisierte sich allmählich wieder.

Nachdem ich diese Reihe von Situationen erlebt hatte, sah ich Gottes Weisheit und Allmacht und erlebte Gottes Herrschaft persönlich. Ich erlangte auch ein gewisses Verständnis meiner eigenen egoistischen und verabscheuungswürdigen satanischen Natur. Ich lernte, wie man zu Gott betet und sich auf Gott verlässt, und spürte, dass meine Beziehung zu Gott enger geworden war. Heute verhaftet der große rote Drache Brüder und Schwestern noch immer wie in einem regelrechten Wahn, aber ich lebe nicht mehr in einem Zustand ständiger Angst, verhaftet zu werden. Ich bin bereit, mich allen Orchestrierungen und Anordnungen Gottes zu unterwerfen und meine Pflicht inmitten der Drangsal gut zu tun. Dank sei Gott!

Zurück: 69. Die Folgen, wenn man sein Ansehen und seinen Status wahren will

Weiter: 73. Warum wich ich vor Schwierigkeiten immer zurück?

Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?

Verwandte Inhalte

40. Nach Hause kommen

Von Muyi, Südkorea„Gottes reichliche Liebe wird den Menschen grundlos geschenkt, umgibt dem Menschen; der Mensch ist naiv und unschuldig,...

44. Ich bin nach Hause gekommen

Von Chu Keen Pong, MalaysiaIch glaubte über ein Jahrzehnt an den Herrn und diente zwei Jahre in der Kirche, dann verließ ich meine Kirche,...

Einstellungen

  • Text
  • Themen

Volltöne

Themen

Schriftart

Schriftgröße

Zeilenabstand

Zeilenabstand

Seitenbreite

Inhaltsverzeichnis

Suchen

  • Diesen Text durchsuchen
  • Dieses Buch durchsuchen

Kontaktiere uns über Messenger