91. Bringt es einem Glück, nach der perfekten Ehe zu streben?

Von Xiao Te, China

Mein Mann und ich hatten uns acht Jahre lang kennen und lieben gelernt und standen kurz vor unserer Verlobung, als ich unerwartet schwer erkrankte und dadurch unfruchtbar wurde. Damals war ich völlig am Boden zerstört und hatte nicht mehr die Kraft weiterleben zu wollen. Als die Familie meines Mannes erfuhr, dass ich keine Kinder bekommen konnte, drängten sie ihn, sich von mir zu trennen. Doch er ignorierte ihre Versuche, ihm die Beziehung auszureden, und entschloss sich felsenfest, mich zu heiraten. Seine unerschütterliche Treue weckte in mir wieder neue Hoffnung auf das Leben, und ich war ihm zutiefst dankbar. Gleichzeitig plagten mich aber Schuldgefühle, weil ich keine Kinder bekommen konnte, und ich hatte immer das Gefühl, tief in seiner Schuld zu stehen. Im Stillen schwor ich mir, dass ich unsere hart erkämpfte Verbindung gebührend schätzen musste. Nach unserer Heirat hielt ich das Haus tadellos in Schuss, damit mein Mann unbesorgt zur Arbeit gehen konnte. Egal ob bei großen oder kleinen Dingen, ich tat mein Bestes, um ihn an die erste Stelle zu setzen, und achtete stets darauf, dass er vor Verwandten und Freunden gut dastand. Wir waren etwa zwei Jahre verheiratet, da hat mein Mann, damit ich mich nicht länger mit Selbstvorwürfen wegen meiner Unfruchtbarkeit quälte, ein Kind adoptiert. Mit diesem Kind zog auch viel mehr Freude und Lachen bei uns ein, und unser Zuhause fühlte sich wärmer an als je zuvor.

Im Januar 2009 predigte mir mein Cousin das Evangelium vom Königreich des Allmächtigen Gottes. Die Worte des Allmächtigen Gottes waren voll großer Autorität und Kraft, und ich fühlte mich tief von ihnen angezogen. Danach las ich oft Gottes Worte und hielt mit den Brüdern und Schwestern über unser Verständnis Seiner Worte Gemeinschaft. Mir wurde klar, dass Gottes Werk der letzten Tage die Errettung der Menschheit ist, dass viele Menschen von Satan zu Schaden gekommen und noch nicht vor Gott getreten waren und dass es unsere Verantwortung und Verpflichtung war, sie vor Gott zu bringen, damit sie Seine Errettung annehmen. Auch ich wollte meinen Beitrag zur Evangeliumsarbeit leisten. Es dauerte nicht lang, da übernahm ich durch Gottes Gnade meine Pflicht in der Kirche. Ich dachte mir: „Wie großartig wäre es, meinem Mann das Evangelium vom Königreich Gottes zu bezeugen, damit er sich mir im Glauben an Gott anschließt.“ Aber nachdem er mir zugehört hatte, sagte mein Mann abfällig: „Es gibt definitiv keinen Gott auf dieser Welt“, und fügte hinzu, dass er ein Materialist war. Mein Mann sah, dass ich sehr begeistert von meinem Glauben an Gott war, und aus Neugier recherchierte er im Internet. Er sah die von der KPCh erfundene negative Propaganda, mit der die Kirche verleumdet und Gott gelästert wird, und fragte mich nervös: „Glaubst du an den Allmächtigen Gott? Damit wirst du im Gefängnis landen! Außerdem steht im Internet, dass Leute, die an Gott glauben, ihre Familien und Jobs aufgeben. Lass dich nicht zum Narren halten.“ Er erzählte mir auch, dass er sich beim Büro für den Schutz der inneren Sicherheit erkundigt hatte. Sie sagten ihm, wenn jemand in der Familie an den Allmächtigen Gott glaubt, müssten die anderen Familienmitglieder das melden. Außerdem könnten die Kinder später weder Beamte werden noch zur Armee gehen. Die ganze Familie würde da mit hineingezogen, und er meinte, wenn ich an meinem Glauben festhalte, würde ich früher oder später verhaftet werden. Als ich ihm zuhörte, war ich sehr überrascht. Die KPCh benutzte sogar Familienmitglieder, um Gottgläubige zu melden; sie war wirklich niederträchtig! Schnell entgegnete ich meinem Mann: „Glaub diesen Gerüchten im Internet nicht; sie sind alle von der KPCh erfunden. Ich glaube an Gott, aber ich habe weder meine Familie noch meinen Job aufgegeben.“ Er glaubte mir kein Wort und stellte sich weiterhin auf die Seite der KPCh. Da mein Mann so sehr gegen meinen Glauben war, blieb mir nichts anderes übrig, als heimlich hinter seinem Rücken an Gott zu glauben.

Ein Jahr später fand mein Mann heraus, dass ich immer noch an Gott glaubte. Er machte sich Sorgen, ich könnte verhaftet werden und unsere Familie mit hineinziehen, was seinem Ruf schaden würde. Eines Tages fiel er plötzlich vor mir auf die Knie und flehte mich an, mit dem Glauben an Gott aufzuhören. Zu sehen, wie mein Mann mich auf Knien anflehte, hat mich ziemlich überrascht. Normalerweise war ein ziemlicher Chauvinist, und ich hätte nie erwartet, dass er tatsächlich vor mir auf die Knie gehen und mich anflehen würde. Ich dachte daran, wie sehr er sich normalerweise um unsere Familie kümmerte und wie gut er mich behandelte. Ich fragte mich: „Wenn ich nicht auf ihn höre, wird er mich dann immer noch so gut behandeln wie bisher? Werden wir uns oft darüber streiten? Werden wir irgendwann vielleicht gar nicht mehr miteinander auskommen? Aber wenn ich auf ihn höre und den Glauben an Gott aufgebe, verliere ich meine Chance auf Errettung.“ Bei diesen Gedanken wurde ich ein wenig schwach und dachte: „Vielleicht gehe ich in Zukunft seltener raus. Ich verbringe die Wochenenden mit meinem Mann zu Hause, damit er sich nicht so viele Sorgen macht. Vielleicht ist er nur vorübergehend von der KPCh in die Irre geführt worden. Die Wahrheiten, die ich jetzt verstehe, sind noch seicht. Wenn ich in Zukunft ihn aller Ruhe mit ihm darüber spreche, bin ich mir sicher, dass er mich verstehen wird.“ Später druckte er heimlich die negative Online-Propaganda der KPCh aus und brachte sie mit nach Hause, damit ich sie lese – alles nur, um mich dazu zu bringen, meinen Glauben an Gott aufzugeben. Ich weigerte mich, aber er zog mich zu sich und zwang mich, sie zu lesen. Unbewusst drehte ich mich von ihm weg, und zu meiner Überraschung versetzte das meinen Mann in rasende Wut. Er packte mich am Kragen, drängte mich in die Ecke und drückte mir in einem Anfall rasender Wut brutal mit beiden Händen die Kehle zu. Er hatte einen wilden Blick in den Augen. Hasserfüllt sagte er zu mir: „Heute wirst du die Wahrheit sehen! Du musst aufwachen!“ Er würgte mich so fest, dass ich kaum noch atmen konnte, und erst nach einer ganzen Weile ließ er endlich von mir ab. Dass mein Mann so etwas getan hatte – ich war fassungslos. Solange ich ihn kannte, hatte er noch nie die Hand gegen mich erhoben. Und nun wurde er wegen meines Glaubens an Gott mir gegenüber handgreiflich! Das hat mich enorm verletzt, und die Tränen liefen mir über das Gesicht. Ich dachte bei mir: „Was soll ich denn künftig machen? Wenn ich weiter an Gott glaube und meine Pflicht tue, wird mich mein Mann sicher nicht mehr so gut behandeln wie bisher. Wie lange würde unsere Familie dann noch bestehen können? Aber wenn ich meinen Glauben an Gott aufgebe, verliere ich meine Chance auf Errettung. Dass Gott Fleisch wurde, um Wahrheiten kundzutun und die Menschheit zu erretten, ist eine extrem seltene Gelegenheit, die ich mir nicht entgehen lassen darf.“ Ich war extrem hin- und hergerissen und habe sehr gelitten, und ich wusste nicht, was ich tun sollte. Ich trat vor Gott und betete zu Ihm: „Gott, meine Größe ist zu gering. Bitte erleuchte und führe mich, damit ich unter diesen Umständen standhaft bleiben kann.“ Danach las ich einen Abschnitt aus Gottes Worten: „Seit der Erschaffung der Welt habe Ich angefangen, diese Gruppe von Menschen – nämlich euch von heute – vorherzubestimmen und auszuwählen. Euer Temperament und Kaliber, eure Erscheinung und Größe, eure Familie, in die ihr geboren wurdet, deine Arbeit und deine Ehe – du in deiner Gesamtheit, sogar einschließlich der Farbe deiner Haare und deiner Haut und des Zeitpunkts deiner Geburt – wurden alle von Meinen Händen veranlasst. Sogar die Dinge, die du jeden Tag tust, und die Menschen, die du an jedem einzelnen Tag triffst, sind von Meiner Hand veranlasst worden, ganz zu schweigen von der Tatsache, dass es tatsächlich Meine Fügung ist, dich heute in Meine Gegenwart zu bringen. Stürze dich nicht in Chaos, du solltest in aller Ruhe weitermachen(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 74). Gottes Worte ließen mich erkennen, dass das Schicksal des Menschen in Gottes Händen liegt. Die Arbeit, die Ehe und die Familie eines Menschen wurden alle schon vor langer Zeit von Gott vorherbestimmt. Ob unsere Familie zerbrechen würde oder nicht, lag allein in Gottes Herrschaft und Seinen Anordnungen, und ich hatte keine Kontrolle darüber, ob mein Mann sich von mir scheiden lassen würde oder nicht. Ich sollte mich Gottes Herrschaft und Seinen Anordnungen unterwerfen und meine Pflicht als geschaffenes Wesen gut ausführen. Nachdem ich Gottes Absicht verstanden hatte, wurde mein Herz etwas ruhiger.

Danach las ich weitere Worte Gottes: „Du musst Meinen Mut in deinem Inneren besitzen und du musst Grundsätze haben, wenn es darum geht, nichtgläubigen Verwandten gegenüberzustehen. Um Meinetwillen darfst du aber auch keiner dunklen Macht nachgeben. Du musst dich auf Meine Weisheit verlassen, um dem vollkommenen Weg zu folgen, und darfst es nicht zulassen, dass auch nur eine von Satans Verschwörungen erfolgreich ist. Tu dein Möglichstes, um dein Herz vor Mich zu bringen, und Ich werde dich trösten und Frieden und Freude in dein Herz bringen(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 10). Als ich über Gottes Worte nachdachte, wurde mir klar, dass ich wegen meiner Zuneigung beinahe Satans listigem Plan zum Opfer gefallen wäre. Die KPCh verbreitete online haltlose Gerüchte, um die Kirche zu verleumden. Sie führte unsere nichtgläubigen Verwandten in die Irre und benutzte sie, um uns zu behindern und zu drangsalieren, mit dem Ziel, uns dazu zu bringen, Gott zu verschmähen und zu verraten. Anfangs hat mich mein Mann wegen meines Glaubens nicht drangsaliert. Aber nachdem er diese haltlosen Gerüchte im Internet gesehen hatte, tat er alles in seiner Macht Stehende, um sich gegen mich zu stellen und mich zu drangsalieren, und wandte alle möglichen Taktiken an, um mich dazu zu bringen, meinen Glauben an Gott aufzugeben. Er war ein Werkzeug Satans! Wenn ich wegen der Dransalierung durch meinen Mann aufhören würde, an Gott zu glauben und meine Pflicht zu tun, würde das nicht bedeuten, dass Satans listigem Plan zum Opfer gefallen war? Gottes Worte sagen: „Du musst Grundsätze haben, wenn es darum geht, nichtgläubigen Verwandten gegenüberzustehen.“ Was alltägliche Dinge anging, konnte ich auf meinen Mann hören, aber was meinen Glauben an Gott betraf, musste ich meinen eigenen Standpunkt haben und die Grundsätze wahren. Ich durfte den Glauben an Gott nicht wegen der Drangsalierung durch ihn aufgeben; ich musste dem mit Weisheit entgegenwirken. Danach begann ich, meine Pflicht abends zu tun, und erzählte meinem Mann, ich würde Kurse geben, um mir etwas dazuzuverdienen, während ich tagsüber ganz normal zur Arbeit ging. Eine Zeit lang verlief so alles relativ problemlos, und mein Mann stritt nicht mehr mit mir über meinen Glauben an Gott. Nach einiger Zeit wurde mein Mann jedoch misstrauisch. Er fing an, mir heimlich nachzustellen, und durchsuchte oft meine Tasche. Er fand die Bücher mit Gottes Worten und die Notizen von meinen geistlichen Andachten, die ich im Schrank versteckt hatte. Wütend zeigte er mit dem Finger auf mich und sagte: „Du stures Biest! Ich werde all deine Bücher hier verbrennen; mal sehen, wie du dann noch weiter gläubig sein willst!“ Ich hatte Angst, dass er sie wirklich verbrennen würde, also habe ich sie, um sie in Sicherheit zu bringen, heimlich zum Haus einer Schwester geschafft, als er nicht zu Hause war. Wegen der Drangsalierung durch meinen Mann konnte ich zu Hause keine geistlichen Andachten mehr abhalten und Gottes Worte nicht normal lesen. Daher blieb mir nichts anderes übrig, als mir eine eigene Wohnung zu mieten. In dieser Mietwohnung las ich jeden Tag Gottes Worte, bevor ich nach Hause ging.

Es war im Mai 2012, als jemand vom Büro für den Schutz der inneren Sicherheit anfing, meinen Mann wegen dessen Anfrage dort über den Glauben an Gott zu überwachen. Sie kontaktierten ihn meistens über WeChat unter dem Vorwand, sich aus Sorge danach zu erkundigen, wie es ihm ging, und sie fragten ihn, wo ich arbeitete. Nachdem ich über zwei Monate lang von der KPCh beschattet worden war, wurde ich bei einer Versammlung verhaftet. Nach meiner Freilassung befürchtete ich, dass es die Brüder und Schwestern in Schwierigkeiten bringen würde, wenn die Polizei mir folgte. Also hörte ich vorerst auf, an Versammlungen teilzunehmen, und las normalerweise nur heimlich Gottes Worte, wenn mein Mann nicht zu Hause war. Eines Tages fand mein Mann heraus, dass ich immer noch an Gott glaubte, und fragte mich in ernstem Ton: „Kannst du aufhören, zu glauben? Wenn du weiter an Gott glaubst und wieder verhaftet wirst, weißt du, was das für meinen Ruf bedeutet? Hast du an meine Gefühle oder an die Zukunft unseres Kindes gedacht? Leben wir drei denn nicht ganz gut? Wenn du unglücklich bist, können wir verreisen. Ich könnte dir auch eine kleine Limousine kaufen. Wenn es etwas gibt, das du willst, werde ich mich darum kümmern. Warum beharrst du darauf, diesen Weg des Glaubens zu gehen?“ Ich war damals etwas schwach und geriet ein wenig in Versuchung. Ich dachte, mit meiner Familie glücklich zu sein, klang ziemlich gut, und wollte dem Vorschlag meines Mannes zustimmen. Aber bei dem Gedanken, den Glauben an Gott aufzugeben, wurde ich extrem traurig. Also betete ich schnell zu Gott: „Gott, ich möchte an Dich glauben und meine Pflicht tun, aber ich möchte nicht, dass meine Familie zerbricht. Bitte schenke mir Glauben und die Entschlossenheit, Leid zu ertragen, damit ich diese Versuchung Satans überwinden kann.“ Danach dachte ich an Gottes Worte: „Wenn du auf dem Weg zur Liebe zu Gott in der Lage bist, auf der Seite Gottes zu stehen, wenn Er mit Satan kämpft, und du dich nicht erneut Satan zuwendest, wirst du Liebe zu Gott erlangt haben, und du wirst in deinem Zeugnis standhaft geblieben sein(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Nur Gott zu lieben, ist wahrlich an Gott zu glauben). Gottes Worte gaben mir Glauben und Kraft. Angesichts dieser Umstände musste ich auf Gottes Seite stehen und Satan demütigen. Mein Mann hatte Angst, dass es, wenn ich noch einmal verhaftet werde, seinem Ruf schaden würde und er sich vor Verwandten und Freunden schämen müsste. Deshalb benutzte er materielle Vergnügungen, um mich dazu zu verführen, Gott zu verraten. Ich konnte das nicht durchschauen und geriet in Versuchung; ich wollte sogar meinen Mann zufriedenstellen und fleischlichem Familienglück nachjagen. Meine Größe war wirklich so gering. Ich dachte daran, wie mein Mann vor meiner Verhaftung alle möglichen Mittel eingesetzt hatte, um mich zu überwachen und mir nachzuspionieren, nur um mich dazu zu bringen, meinen Glauben an Gott aufzugeben. Er wollte sogar meine Bücher mit Gottes Worten verbrennen. Ich erkannte, dass mein Mann es nicht wirklich gut mit mir meinte; er bot mir diese materiellen Vorteile nur an, um mich dazu zu bringen, meinen Glauben aufzugeben. Ich durfte auf Satans listigen Plan nicht hereinfallen. Also sagte ich zu meinem Mann: „Der Mensch ist von Gott geschaffen, und Gott anzubeten ist vollkommen normal und gerechtfertigt.“ Mein Mann erwiderte abfällig: „Die Vorstellung, dass der Mensch von Gott geschaffen wurde, stammt aus der Bibel. Die wurde selbst von Menschen geschrieben, und trotzdem glaubst du daran. Du bist wirklich einfältig!“ Als ich seine Worte hörte, wurde mir klar, dass unsere gegensätzlichen Ansichten über den Glauben an Gott unvereinbar waren. Wir gingen auf zwei völlig verschiedenen Wegen, und früher oder später würde unsere Ehe unweigerlich enden. Bei diesem Gedanken war mein Herz von Schmerz erfüllt, und ich dachte: „Wir haben in unserer Ehe wirklich viel durchgemacht. Am Anfang hat mir die unerschütterliche Treue meines Mannes durch die schwerste Zeit meines Lebens geholfen. Wie soll ich in Zukunft weitermachen, wenn ich diese Ehe verliere?“ Ich fühlte mich meinem Mann und unserem Kind gegenüber immer noch ein wenig in der Schuld. Doch dann dachte ich: „Gott ist die Quelle des menschlichen Lebens, und Gott nicht zu haben, ist gleichbedeutend damit, kein Leben zu haben. Wenn ich auf meinen Mann höre und nicht an Gott glaube, Seine Worte nicht esse und trinke, dann habe ich Gottes Errettung aufgegeben und lebe weiterhin unter der Macht Satans. Würde ich dann nicht wie ein wandelnder Leichnam leben? Ich darf meinen Glauben an Gott nicht aufgeben!“ Also betete ich zu Gott und bat Ihn um Seine Führung auf dem Weg, der vor mir lag.

Danach las ich einen Abschnitt aus Gottes Worten: „Die schädlichen Einflüsse und die feudale Denkweise, die durch Tausende von Jahren des ‚nationalen Ethos‘ tief im menschlichen Herzen zurückgeblieben sind, haben den Menschen Fesseln und Ketten angelegt und ihnen jedes Quäntchen Freiheit genommen, sodass sie keinen Ehrgeiz und keine Beharrlichkeit haben und keinen Wunsch, Fortschritte zu machen, sondern stattdessen negativ und rückschrittlich bleiben, festgefahren in einer Sklavenmentalität, und so weiter. Diese objektiven Faktoren haben der ideologischen Anschauung, den Bestrebungen, den Moralvorstellungen und der Disposition der Menschheit einen unauslöschlichen schmutzigen und hässlichen Anstrich verliehen. Es scheint, als würden die Menschen in einer dunklen Welt des Terrorismus leben, und keiner von ihnen denkt darüber nach, sie zu transzendieren oder in eine ideale Welt weiterzuziehen; vielmehr verbringen die Menschen ihre Tage in Zufriedenheit mit ihrem Los im Leben: Kinder zu gebären und aufzuziehen, sich zu bemühen, zu schwitzen, ihrer Arbeit nachzugehen und von einer behaglichen und glücklichen Familie zu träumen, von ehelicher Zuneigung und Kindern, die ihre Eltern ehren, von Freude in ihrem Lebensabend und davon, ihr Leben friedlich ausklingen zu lassen … Seit Dekaden, Tausenden, Zehntausenden von Jahren bis heute haben die Menschen ihre Zeit auf diese Weise vergeudet, ohne dass jemand das schönste aller Leben erschaffen hat. Sie sind in dieser finsteren Welt nur auf gegenseitiges Abschlachten bedacht, auf den Wettlauf um Ruhm und Gewinn und darauf, gegeneinander zu intrigieren. Wer hat jemals nach den Absichten Gottes gesucht? Hat irgendjemand jemals auf Gottes Werk geachtet? Alle Bestandteile der Menschen, die vom Einfluss der Dunkelheit eingenommen sind, sind längst zur menschlichen Natur geworden, somit ist es ziemlich schwierig, das Werk Gottes durchzuführen, und die Menschen beherzigen es noch weniger, das zu beachten, was Gott ihnen heute anvertraut hat(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Werk und Eintritt (3)). Was Gottes Worte aufdeckten, ließ mich die Ursache für meinen Schmerz erkennen. Da ich in traditionellen Vorstellungen wie „Sobald ein Mann und eine Frau verheiratet sind, geht ihre Liebe sehr tief“, „händchenhaltend gemeinsam alt werden“ und „Sei eine gute Ehefrau und eine liebevolle Mutter“ gefangen war, glaubte ich, dass eine liebevolle Ehe und Familienglück sowie ein friedliches Leben gleichbedeutend mit Glück waren. Als ich sah, dass sich mein Mann weigerte, an Gott zu glauben, und sich sogar gegen mich stellte und mich drangsalierte und ständig mit mir über diese Sache stritt, befürchtete ich, dass unsere Liebe zerbrechen und wir unsere schöne Ehe verlieren würden. Deshalb wollte ich alles in meiner Macht Stehende tun, um sie zu bewahren. Vor meinem Glauben an Gott war mein Mann zwar gut zu mir, und nach außen hin wirkten wir wie eine engverbundene Familie mit einer harmonischen Ehe, doch jeder Tag bestand damals nur aus belanglosen Haushaltsangelegenheiten, wodurch ich mich oft innerlich leer fühlte. In Wirklichkeit war das kein wahres Glück. Selbst wenn ich nun unsere Familie instand hielt und mein mein Fleisch dadurch zufriedengestellt wäre – da mein Mann nicht an Gott glaubte und dem Weg eines weltlichen Menschen folgte, wirkten wir zwar vereint, aber in unseren Herzen waren wir getrennt; wir sprachen nicht dieselbe Sprache, geschweige denn, dass wir glücklich waren. Wenn ich mir die Familien in meinem Bekanntenkreis ansah, schienen viele von ihnen oberflächlich betrachtet glücklich und zufrieden zu sein, aber sie konnten sich nicht von ihrer inneren Leere befreien. Ich hatte zum Beispiel eine Kollegin, die trotz Auto, Haus, einer schönen Tochter, einem scheinbar komfortablen materiellen Leben und einer guten Ehe überhaupt nicht glücklich war. Sie machte sich oft Sorgen, dass ihr Mann auf Geschäftsreisen eine Affäre haben könnte. Um jung auszusehen, investierte sie viel Zeit in ihre Gesundheit und ihr Aussehen, und sie spionierte ihrem Mann sogar nach. Sie beklagte sich bei mir, dass ihr Leben so anstrengend war. Das ließ mich erkennen: Ganz gleich, wie sehr Menschen ihr materielles Leben genießen, es kann die Leere in ihren Herzen nicht füllen. Und ganz gleich, wie harmonisch ihre Familie ist, es kann ihre geistlichen Bedürfnisse nicht befriedigen. Wenn Menschen nicht an Gott glauben, ist all ihr fleischlicher Genuss nur vorübergehend. Wenn die großen Katastrophen über uns hereinbrechen, wird diesen Menschen Gottes Schutz fehlen und sie alle werden vernichtet werden. Wenn ich mich entschiede, dem Weg eines Nichtgläubigen zu folgen und meinen Glauben an Gott aufzugeben, um ehelicher Liebe und Familienglück nachzujagen und momentane fleischliche Vergnügungen zu befriedigen, würde ich letztendlich ins Unheil stürzen und bestraft werden. Der Mensch ist von Gott geschaffen, und nur wenn man zum Schöpfer zurückkehrt und seine Pflicht tut, kann das eigene Leben Wert und Bedeutung haben. Nehmen wir zum Beispiel Petrus, der den Ruf des Herrn Jesus hörte und allem entsagte, um Ihm zu folgen. Am Ende erlangte er ein wahres Verständnis von Gott und empfing Gottes Vervollkommnung und Segnungen. Sein Leben war das wertvollste und bedeutungsvollste von allen. Von nun an sollte ich ernsthaft nach der Wahrheit streben und ein bedeutungsvolles Leben ausleben. Später wurde ich aufgrund von Stellenabbau in meiner Firma als Verkäuferin eingesetzt. Das bedeutete, dass ich nicht den ganzen Tag im Büro verbringen musste und meine Pflicht tagsüber tun konnte. Mir wurde klar, dass das in Wirklich Gott war, der mir den Weg wies.

Im Dezember 2012 wurde ich beim Predigen des Evangeliums erneut verhaftet und verbrachte fünfzehn Tage im Gefängnis. Als ich nach Hause kam, sagte mein Mann mit verzagter Stimme zu mir: „Du weißt schon, dass du jetzt vorbestraft bist. Dieses Mal habe ich versucht, meine Beziehungen spielen zu lassen, und dem Hauptmann des Büros für den Schutz der inneren Sicherheit gesagt, er soll für dich kein Akte anlegen. Aber er sagte: ‚Gläubige an den Allmächtigen Gott sind schwerwiegende Fälle! Der Befehl kommt von der Zentralbehörde; da wird die Fürsprache von niemandem etwas ändern!‘ Unser Kind wird in Zukunft weder Beamter werden noch zur Armee gehen können. Jetzt hast du die ganze Familie mit hineingezogen; denk doch mal daran, was du meinem Ruf angetan hast!“ Als ich seine Worte hörte, war ich empört und dachte: „An Gott zu glauben, ist doch kein Verbrechen. Warum muss das also Probleme für meine ganze Familie bedeuten? Die KPCh ist wirklich verabscheuungswürdig!“ Mein Mann fuhr fort: „Ich will nicht länger ständig wie auf Nadeln sitzen. Du kannst jetzt zwischen zwei Wegen wählen: Entweder du gibst deinen Glauben an Gott auf und lebst weiter mit mir dieses Leben. Oder wir lassen uns scheiden, gehen getrennte Wege und mischen uns nicht mehr in die Angelegenheiten des anderen ein. Ich gebe dir ein paar Tage Bedenkzeit. Es liegt an dir!“ Als mein Mann von Scheidung sprach, brach es mir fast das Herz. Ich dachte: „Unser Kind ist noch so jung; was soll nach unserer Scheidung aus ihm werden?“ Zu allem Übel konnte ich mich nicht an die Brüder und Schwestern wenden, weil ich gerade erst freigelassen worden war und meine Sicherheit gefährdet war. Ich fühlte mich schrecklich einsam und hilflos, und ich vermisste die Tage, die ich mit den Brüdern und Schwestern verbracht hatte. In dieser Zeit kam mein Mann jeden Abend spät nach Hause, und oft war er sturzbetrunken. Obwohl wir noch unter demselben Dach lebten, waren wir inzwischen wie Fremde, und die Wärme, die unser Zuhause einst erfüllt hatte, war längst verflogen. Ich war todunglücklich, und mein Hass auf die KPCh wuchs nur noch weiter. Es waren ihre erfundenen Gerüchte, wegen denen all das meiner Familie widerfahren ist. Ich dachte an zwei Abschnitte aus Gottes Worten: „Welche Nachfolger der alten Weisen? Welche geliebten Anführer? Das sind alles elende Wichte, die sich Gott widersetzen! Ihre Einmischung hat alles unter dem Himmel in einen Zustand der Dunkelheit und des Chaos versetzt! Welche Religionsfreiheit? Welche legitimen Rechte und Interessen der Bürger? Das sind alles Tricks, um das Böse zu vertuschen!(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Werk und Eintritt (8)). „Hasst ihr den großen roten Drachen wirklich? Hasst ihr ihn wirklich und aufrichtig? Warum habe Ich euch so oft gefragt? Warum stelle Ich euch diese Frage immer und immer wieder? Was für ein Bild habt ihr vom großen roten Drachen in euren Herzen? Ist es wirklich entfernt worden? Haltet ihr ihn wirklich nicht für euren Vater? Alle Menschen sollten Meine Absicht hinter Meinen Fragen erkennen. Es ist nicht, um den Ärger der Menschen herauszufordern oder um eine Rebellion unter den Menschen anzuzetteln, noch damit die Menschen einen eigenen Ausweg finden, sondern es soll allen Menschen ermöglichen, sich aus den Fesseln des großen roten Drachen zu befreien(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Worte Gottes an das gesamte Universum, Kapitel 28). Im Licht von Gottes Worten erkannte ich deutlich, dass die KPCh ein böser Teufel ist, der Gott hasst und sich Ihm widersetzt. Sie hält das Banner der „Religionsfreiheit“ hoch, während sie überall Gläubige verhaftet und verfolgt. Sie nutzt alle möglichen haltlosen Gerüchte, um die Menschen in die Irre zu führen, und schafft es so, dass die Leute ihren teuflischen Worten glauben und sich gemeinsam mit ihr Gott widersetzen. Ich dachte an die vielen Brüder und Schwestern, die von der KPCh verhaftet und verfolgt worden waren und sich gezwungen sahen, von zu Hause wegzugehen, und an die vielen harmonischen Familien, die durch ihre haltlosen Gerüchte und Täuschungen auseinandergerissen wurden. Und doch gibt die KPCh den Opfern die Schuld und behauptet, die Gläubigen würden ihre Familien im Stich lassen. Sie ist der Dieb, der „Haltet den Dieb!“ ruft! Als ich das niederträchtige und hässliche Wesen der KPCh klar erkannte, bestärkte mich das in meiner Entschlossenheit, nach der Wahrheit zu streben und Gott bis zum Ende zu folgen. Egal, wie sehr mich die KPCh verfolgte, ich war fest entschlossen, Gott zu folgen!

Nachts stand ich allein auf dem Balkon und dachte an meine Zeit des Glaubens an Gott zurück. Ich hatte so viel von Gottes Gnade genossen sowie die Bewässerung und Versorgung aus Gottes Worten. Ich hatte einige Wahrheiten verstanden und Halt für mein Herz gefunden. Ich wusste, dass mein Leben nur dann einen Wert hätte, wenn ich an Gott glaubte und Ihm folgte. Aber wenn ich daran dachte, dass meine hart erkämpfte Ehe auf diese Weise zerbrechen würde, widerstrebte mir das tief in meinem Herzen. Also betete ich zu Gott: „Gott, ich möchte Dir folgen, aber ich kann meine Familie nicht loslassen. Bitte gib mir Glauben und Kraft, damit ich mich von diesen fleischlichen Zwängen befreien kann.“ Danach dachte ich an Gottes Worte: „Das Leben der Menschen wurde ihnen von Gott geschenkt; ... alles, was sie haben, wurde ihnen von Gott gegeben, und sie sollten Gott dafür danken(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Nur indem man seine eigenen falschen Ansichten erkennt, kann man sich wahrhaft wandeln). Ich hatte meinen Mann immer als meinen Wohltäter betrachtet. Ich glaubte, er hätte mir den Mut zum Weiterleben und eine wunderschöne Ehe geschenkt. Das ging so weit, dass ich ihn nicht einmal hasste, als er mich wegen meines Glaubens an Gott drangsalierte und sich gegen mich stellte. Wenn ich meine Pflicht gerade nicht tat, versuchte ich sogar, Zeit zu finden, um ihm etwas Gutes zu kochen, weil ich meine Schuld bei ihm abtragen wollte. Gottes Worte ließen mich verstehen, dass alles, was ich besaß, mir von Gott gegeben worden war, und dass auch diese Ehe Gottes Herrschaft und Anordnung entsprang. Der Einzige, dem ich danken sollte, war Gott! Bei diesem Gedanken fühlte ich mich viel befreiter, und die Last, die jahrelang auf meinem Herzen gelastet hatte, war endlich verschwunden. Ich dankte Gott aus tiefstem Herzen!

Danach las ich einen weiteren Abschnitt aus Gottes Worten und erlangte ein gewisses Urteilsvermögen bezüglich des Wesens meines Mannes. Der Allmächtige Gott sagt: „Jeder, der Gott nicht anerkennt, ist ein Feind; das heißt, jeder, der den menschgewordenen Gott nicht anerkennt – sei es innerhalb oder außerhalb dieses Stromes – ist ein Antichrist! Wer sind die Satane, wer sind die Dämonen und wer sind die Feinde Gottes? Sind diese Menschen nicht jene Widersacher, die nicht an Gott glauben? Sind sie nicht jene Menschen, die Gott gegenüber aufsässig sind? Sind sie nicht jene, die behaupten, Glauben zu haben, aber keine Wahrheit besitzen? Sind sie nicht jene, die nur danach streben, Segnungen zu erlangen, während sie unfähig sind, für Gott Zeugnis abzulegen? Du mischst dich heute immer noch unter jene Dämonen und begegnest ihnen mit Gewissen und Liebe – doch kommt dies nicht Güte gegenüber Satan gleich? Bist du nicht mit Dämonen im Bunde? Wenn die Menschen bis hierher gekommen sind und immer noch unfähig sind, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden, und weiterhin blind lieben und barmherzig sind, ohne jeden Wunsch, Gottes Herz zu suchen, oder in irgendeiner Form fähig zu sein, Gottes Herz als ihr eigenes anzunehmen, dann wird ihr Ergebnis umso erbärmlicher sein. Jeder, der nicht an den Gott im Fleisch glaubt, ist ein Feind Gottes. Wenn du Gottes Feinden mit Gewissen und Liebe begegnen kannst, fehlt es dir dann nicht an Gerechtigkeitssinn? Wenn du mit denen vereinbar bist, die Ich hasse und denen Ich mich widersetze, und sie dennoch mit Liebe behandelst oder ihnen persönliche Gefühle zeigst, bist du dann nicht rebellisch? Widersetzt du dich Gott nicht absichtlich? Besitzt eine solche Person tatsächlich die Wahrheit? Wenn die Menschen Gottes Feinden mit Gewissen, Dämonen mit Liebe und Satan mit Barmherzigkeit begegnen können, unterbrechen sie dann nicht absichtlich Gottes Werk? … Die Norm, nach der die Menschen andere Menschen beurteilen, basiert auf ihrem Verhalten; jene, deren Verhalten gut ist, sind gerecht, während jene, deren Verhalten abscheulich ist, böse sind. Der Standard, nach dem Gott Menschen beurteilt, basiert darauf, ob ihr Wesen sich Gott unterwirft oder nicht; jemand, der sich Gott unterwirft, ist eine gerechte Person, während jemand, der es nicht tut, ein Feind und böser Mensch ist, unabhängig davon, ob das Verhalten dieser Person gut oder schlecht ist, und unabhängig davon, ob die Worte dieser Person richtig oder falsch sind(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Gott und Mensch werden gemeinsam in die Ruhe eingehen). Gott deckte auf, dass all jene, die Ihn nicht anerkennen, Teufel und Satane sind; sie sind Feinde Gottes. Gott sieht auf das Wesen der Menschen, während ich nur auf ihr Äußeres geachtet hatte. Ich sah, dass mein Mann sowohl im Haus als auch außerhalb alles gut regelte, dass er freundlich zu seiner Familie und seinen Freunden war, dass er mit anpackte, wenn Leute Hilfe brauchten, und dass er mir nicht den Rücken zukehrte, selbst nachdem ich keine Kinder mehr bekommen konnte. Deshalb hielt ich ihn für einen der wenigen guten Menschen auf dieser Welt. Als er jedoch von meinem Glauben an Gott erfuhr, kam seine brutale Seite zum Vorschein; es war, als wäre er ein anderer Mensch geworden. Um mich dazu zu bringen, meinen Glauben aufzugeben, griff er zu allen möglichen Mitteln, um mich einzuschüchtern und zu verführen; er erpresste mich sogar, indem er mit der Scheidung drohte. Ich erkannte, dass das Wesen meines Mannes das eines wahrheitshassenden, gotthassenden Teufels war. Mir wurde auch klar, dass mein Mann früher nur deshalb so gut zu mir gewesen war, weil ich bereit gewesen war, mich klaglos für unsere Familie aufzuwenden, und auf alles hörte, was er sagte. Das befriedigte seine chauvinistische Eitelkeit. Nachdem ich zu Gott gefunden hatte, verstand ich einige Wahrheiten und entwickelte meine eigenen Ansichten. Und als ich mich weigerte, auf ihn zu hören und meinen Glauben aufzugeben, begann er, mich zu drangsalieren und sich gegen mich zu stellen. Als meine Verhaftung seinem Ruf und seinen Interessen schadete, drohte er mir mit der Scheidung. In Wirklichkeit meinte er es überhaupt nicht gut mit mir. Das lehrte mich, dass es zwischen Menschen keine wahre Liebe gibt: Jedem geht es nur um die eigenen Interessen; alles ist ein Geschäft. Ich dachte an Gottes Worte: „Gläubige und Nichtgläubige sind von Natur aus nicht vereinbar; vielmehr stehen sie einander feindlich gegenüber(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Gott und Mensch werden gemeinsam in die Ruhe eingehen). Ich erkannte, dass es auf diesem Weg des Glaubens an Gott mein Schicksal war, mich von meinem Mann zu trennen. Selbst wenn wir versuchen würden, zusammenzubleiben, würden wir nicht glücklich werden, und es würde sich auf meinen Glauben an Gott und die Ausführung meiner Pflicht auswirken. Wenn es um meinen Glauben an Gott ging, durfte ich keine Kompromisse eingehen. Später fragte mich mein Mann, ob ich eine Entscheidung getroffen hätte, und ich antwortete: „Ich wähle den Glauben an Gott.“ Als er das hörte, schüttelte mein Mann den Kopf und sagte verzweifelt: „Ich bin wirklich mit meinem Latein am Ende; ich komme einfach nicht gegen deinen Gott an. Ich wünsche dir alles Gute.“ In meinem Herzen dankte ich Gott im Stillen. Danach wickelten wir schnell die Scheidungsformalitäten ab. In dem Moment, als ich aus dem Standesamt trat, atmete ich tief und erleichtert auf. Von diesem Tag an konnte ich endlich ungehindert an Gott glauben.

Diese Erfahrung half mir, meine wahre Größe zu erkennen, und ließ mich verstehen, dass nur Gottes Worte die Menschen verändern und retten können. Ich danke Gott, dass Er mich von meiner Familie weggeführt und mich aus ihren Verstrickungen befreit hat, sodass ich mich nun in Vollzeit für Ihn aufwenden, nach der Wahrheit streben und meine Pflicht als geschaffenes Wesen tun kann.

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Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?

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