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Seiner Pflicht kann man nur ordnungsgemäß nachgehen, wenn man nicht mehr nachlässig ist

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Von Jingxian, Japan

Üblicherweise achtete ich in der Versammlung oder während meiner Andachten nicht so sehr auf meinen eigenen Eintritt, obwohl ich oft die Worte Gottes las, in denen es darum geht, nachlässige Menschen bloßzustellen. In meinem Herzen glaubte ich nicht, dass das ein ernsthaftes Thema für mich wäre, und so suchte ich selten die Wahrheit, um das Problem meiner nachlässigen Pflichterfüllung zu beheben. Das heißt, bis meine eigene Nachlässigkeit zu großen Problemen bei meiner Arbeit führte. Als diese Nachlässigkeit der Evangelisierungsarbeit der Kirche schadete, begriff ich nur durch das Gericht und die Züchtigung von Gottes Worten, wie sich meine eigene Nachlässigkeit bei der Ausübung meiner Pflicht äußerte und worin sie ihren Ursprung hatte. Ich sah, dass dieses Problem, meine Nachlässigkeit, wenn es nicht gelöst würde, Gottes Hass und seine Verachtung auf sich ziehen würde und Er mich früher oder später bloßstellen und beseitigen würde. Danach fing ich an, mich darauf zu konzentrieren, nach der Wahrheit zu streben, um das Problem meiner Nachlässigkeit zu lösen, damit ich meine Pflicht angemessen ausüben konnte.

Eines Tages, während ich einigen Brüdern und Schwestern von anderen Kirchen zuhörte, die darüber sprachen, wie man das Verbreiten des Evangeliums gut praktiziert, erkannte ich, dass ich letztes Jahr etwas Ähnliches gehört hatte. Damals hatte ich auch das Gefühl, dass diese Art zu praktizieren viel besser war als unser jetziger Ansatz – doch später, als ich mehrere verantwortliche Personen aus den Evangelisierungsgruppen dazu zu bringen versuchte, diese Praktiken umzusetzen, sagten sie, dass das aus einer Vielzahl von Gründen für uns nicht machbar wäre. Obwohl ich ein wenig enttäuscht war, als ich sie das sagen hörte, forcierte ich das Thema nicht; so lagen die Dinge nun einmal. Als ich erneut ein ähnliches Gespräch hörte, fühlte ich mich wieder bestätigt; ich war der Ansicht, dass dieser Weg, das Evangelium zu verbreiten, wirklich gut war, und wollte den verantwortlichen Personen unbedingt mitteilen, wie man bei den Stärken anderer ansetzt. Und so erzählte ich den verantwortlichen Personen während der Versammlung von meinen eigenen Ansichten und Vorschlägen. Danach bemerkte ich, dass einige von ihnen nicht übermäßig interessiert schienen, während andere Gründe angaben, weshalb diese Methode zur Verbreitung des Evangeliums hier nicht praktikabel wäre. Ich merkte, dass sie viele veraltete Denkmuster und Sichtweisen hatten, die sie nicht loslassen wollten, und dass meine Gemeinschaft keinerlei Wirkung gezeigt hatte. Doch dann dachte ich daran, wie erfahren diese verantwortlichen Personen darin waren, das Evangelium zu verbreiten: Obwohl ich für ihre Arbeit verantwortlich war, hatte ich nicht viel Erfahrung damit, das Evangelium zu verbreiten. Wenn ich nicht in der Lage war, über einen praktischen Pfad Gemeinschaft zu halten, würde es sehr schwierig sein, ihre Denkweise mit ein paar einfachen Worten zu ändern. In meinem Herzen dachte ich: „Es wird nicht leicht sein, sie dazu zu bringen, diese neuen Wege, wie man praktiziert, zu akzeptieren! Wenn ich eine machbare Grundlage für diese Methoden darlegen und klar darüber Gemeinschaft halten soll, dann muss ich andere, erfahrenere Brüder und Schwestern finden, die mir helfen, und versuchen, mir darüber klar zu werden. Es kann gut sein, dass ich, um effektiv zu sein, mit vielen Leuten ausführlich darüber diskutieren und viel reden muss. Oh! Um mich herum gibt es keine solchen Brüder und Schwestern und ich kenne auch keine in anderen Ländern. Es wird sehr schwierig für mich werden, dieses Problem zu lösen. Es würde Zeit und Mühe kosten und ich würde einen hohen Preis zahlen müssen. Es ist zu viel Aufwand. Ich habe auch anderes zu tun. Ich kann nicht all meine Anstrengungen dafür aufwenden, dieses eine Problem zu lösen! Ich habe gesagt, was ich sollte; wie viel davon andere Menschen annehmen, liegt bei ihnen. Besser ich vergesse das, und ich sollte nicht so ernst sein. Ich habe mehr oder weniger genug getan, wenn ich so weit komme.“ Und somit gab es, weil dieses Problem nicht rechtzeitig gelöst wurde, keine Verbesserung in der Evangelisierungsarbeit.

In den nächsten paar Tagen fühlte ich mich unbehaglich, wann immer ich darüber nachdachte. Da ich erkannte, dass mein Zustand falsch war, kam ich vor Gott, um zu beten und zu suchen. Später las ich Gottes Worte: „Denkst du häufig bei der Erledigung von Dingen und Erfüllung deiner Pflichten über dein Verhalten und deine Absichten nach? Geschieht das nur selten, wirst du sehr wahrscheinlich Fehler machen, was bedeutet, dass es nach wie vor ein Problem mit eurer geistlichen Größe gibt. Tust du es nie, dann bist du nicht besser als die Ungläubigen. Besinnst du dich aber zu bestimmten Zeiten, dann siehst du ein wenig wie ein Gläubiger aus. Du musst deinen Reflexionen mehr Zeit widmen. Du solltest über alles nachdenken: Betrachte deinen eigenen Zustand, um zu erkennen, ob du vor Gott lebst, ob du aus der richtigen Absicht heraus handelst, ob die Motivation und Quelle deiner Handlungen Gottes Prüfung standhalten können und ob du Gottes genaue Überprüfung angenommen hast. Manchmal wirst du denken: ‚So zu handeln ist okay; es ist gut genug, nicht wahr?‘ Die Annahme, auf der dieser Gedanke basiert, offenbart jedoch eine bestimmte Haltung, mit der Menschen Dinge erledigen, und wie sie ihre Pflichten betrachten. Diese Denkweise ist eine Art Zustand. Ist ein solcher Zustand nicht eine Haltung mangelnden Verantwortungsgefühls und oberflächlicher Betrachtung der eigenen Pflicht? Möglicherweise müsst ihr noch darüber nachdenken und möglicherweise glaubt ihr, es sei ein natürlicher Ausdruck, ein normaler Ausdruck des Menschseins und es bedeute nichts. Befindest du dich jedoch oft in einem solchen Zustand, einer solchen Verfassung, dann liegt ihr eine Disposition zugrunde, die dich dominiert. Es lohnt sich, dies zu untersuchen und es sollte ernst genommen werden. Tust du es nicht, dann wird in deinem Inneren kein Wandel stattfinden“ („Wie man das Problem löst, beim Erfüllen seiner Pflicht unachtsam und nachlässig zu sein“ in „Aufzeichnungen der Vorträge Christi“). „Wenn du jedoch deine Pflicht nicht mit ganzem Herzen erfüllst und nachlässig bist, die Dinge nur auf die einfachste Weise erledigst, was für eine Art von Geisteshaltung ist das? Es ist eine, bei der du deine Pflicht nur der Form halber erfüllst, ohne Pflichttreue, Verantwortungsgefühl und Missionsbewusstsein. Jede Pflicht erledigst du immer nur mit halber Kraft, halbherzig, du bist nicht mit dem Herzen dabei und versuchst nur, sie hinter dich zu bringen, ohne jegliche Gewissenhaftigkeit. Du erledigst sie auf so eine entspannte Art, als würdest du nur herumspielen. Führt das nicht zu Problemen? Letztlich wird jemand sagen, dass du nur einem Vorgang folgst, wenn du deine Pflicht erfüllst. Und was wird Gott dazu sagen? Er wird sagen, du seist nicht zuverlässig. Das heißt, wenn dir eine Aufgabe auferlegt ist und du, egal ob du dafür die Hauptverantwortung trägst oder nur eine gewöhnliche Verantwortung, nicht mit dem Herzen dabei bist und deiner Verantwortung nicht gerecht wirst und sie nicht als dir von Gott gegebenen Auftrag betrachtest oder als eine Sache, die Gott dir anvertraut hat, und sie nicht als deine eigene Pflicht und Verbindlichkeit erfüllst, dann wirst du von Problemen heimgesucht werden. ‚Nicht zuverlässig‘ – diese beiden Worte werden definieren, wie du deiner Pflicht nachkommst, und Gott wird feststellen, dass dein Charakter den Anforderungen nicht gerecht wird. Wenn du mit einer Sache betraut wirst und deiner Aufgabe diese Haltung entgegenbringst und sie dementsprechend erledigst, werden dir dann in Zukunft noch irgendwelche Aufgaben übertragen? Kann dir noch irgendetwas Wichtiges anvertraut werden? Möglicherweise ja, aber es hängt davon ab, wie du dich verhältst. In Gottes Herz wird immer ein gewisses Misstrauen dir gegenüber bestehen bleiben. Ein gewisses Misstrauen und Missfallen wird in Gottes Gedächtnis haften bleiben. Wäre das kein Problem“ („Nur durch eine häufige Kontemplation der Wahrheit kannst du voranschreiten“ in „Aufzeichnungen der Vorträge Christi“). Angesichts der Offenbarung von Gottes Worten spürte ich in meinem Herzen große Vorhaltungen und Vorwürfe. Ich sah, dass ich in meiner Einstellung zu meiner Pflicht nachlässig und faul war. Ich dachte daran zurück, als ich zum ersten Mal von guten Wegen zur Verbreitung des Evangeliums gehört hatte. Ich hatte diesen Wegen zugestimmt und sie gutgeheißen und spürte, dass wir sie annehmen und praktizieren sollten. Als ich aber tatsächlich versuchte, über die Einführung dieser Methoden mit den Brüdern und Schwestern Gemeinschaft zu halten – und versagte – war ich mir bewusst, dass ich mit ihnen über die Wahrheit Gemeinschaft halten sollte, um ihre alten Denk- und Sichtweisen umzukehren. Aber als ich an den Preis dachte, den ich zahlen müsste, um dieses Problem zu lösen, wie viel Zeit und Mühe damit verbunden wäre – schließlich war das ein „großes Projekt“ und nicht etwas, das sofort behoben werden konnte –, dachte ich, dass es zu viel Aufwand wäre, ich hatte Angst vor der Mühsal des Fleisches und so war ich nachlässig, ich tat einfach der Form Genüge, tat so als ob, glaubte, dass „ich es versucht habe“, „mich bemüht habe“, „dass es mehr oder weniger genug war“ und „niemand alles angehen kann.“ Damit zog ich mich aus der Verantwortung, um über dieses Problem hinwegsehen zu können. Es kümmerte mich auch nicht, ob ich etwas bewirkt hatte, und glaubte, dass es genug war, einfach damit aufzuhören. Nach diesen Maßstäben handelte ich immer. Meine Gemeinschaft mit den verantwortlichen Personen kratzte nur an der Oberfläche. Ich hatte nicht wirklich gelitten und einen Preis gezahlt, um ihre Probleme zu lösen; stattdessen glaubte ich, dass ich bereits genug getan hatte. Tatsächlich hatte ich kurzfristige, oberflächliche Methoden angewendet, um Menschen zu täuschen, sodass ich danach, wenn jemand dieses Problem zur Sprache brachte, eine Antwort parat hätte; und außerdem lag die Verantwortung für die schwache Leistung beim Verbreiten des Evangeliums nicht bei mir – das kam davon, dass sie die guten Wege zum Praktizieren nicht annahmen. Ich versuchte sogar, Gott auszutricksen: „Oh Gott, das ist alles, was ich tun kann.“ Erst jetzt erkannte ich, dass ich jedes Mal, wenn ich auf Schwierigkeiten stieß, nicht wirklich versuchte, den Willen Gottes zu verstehen, nicht bestrebt war, zu praktizieren, und Gott gemäß dem, was Er verlangt, zufriedenzustellen. Stattdessen war ich oft nachlässig und versuchte, Gott zu täuschen. Wie gerissen und schlau ich doch war! Ich war mir klar dessen bewusst, dass die Schwierigkeiten der Brüder und Schwestern beim Verbreiten des Evangeliums nicht gelöst worden waren und dass ich meiner Verantwortung nicht nachgekommen war. Um aber die Mühsal des Fleisches zu vermeiden, beachtete ich es nicht, sogar als ich sah, dass die Evangelisierungsarbeit behindert wurde. Machte ich Gottes Werk damit nicht lächerlich? Ich sah, dass ich keine Spur von Gewissen oder Rationalität besaß, dass man überhaupt nicht auf mich zählen konnte! Abermals las ich die Worte Gottes: „… bevor Ich euch erschuf, kannte Ich bereits die Ungerechtigkeit, die tief in den Herzen der Menschen existierte, und Ich kannte all die Täuschung und Verworfenheit in den Menschenherzen. Auch wenn es also überhaupt keine Spuren gibt, wenn Menschen unrechte Dinge tun, weiß Ich doch, dass die Ungerechtigkeit, die in euren Herzen bewahrt wird, den Reichtum aller Dinge übertrifft, die Ich erschuf“ („Wenn herabfallende Blätter zu ihren Wurzeln zurückkehren, wirst du all das Böse bereuen, was du getan hast“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“). In diesem Moment wurde mir klar, dass Gottes Gericht und Züchtigung über mich gekommen waren. Gott hatte in mein Innerstes gesehen und obwohl kein Mensch von meinen unaufrichtigen Gedanken wusste, waren sie für Gott glasklar. Ich hatte keine Verantwortung für den Auftrag übernommen, mit dem Gott mich betraut hatte. Ich war unaufrichtig gewesen, was die Evangelisierungsarbeit behindert hatte. Allem Anschein nach tat ich meine Pflicht – aber tatsächlich war ich nachlässig und versuchte, Gott zu täuschen. Ich hatte keine Gottesfurcht. Vor Gottes Worten fühlte ich mich beschämt.

Später las ich Gottes Worte: „Wenn du bei deinem Tun ein wenig mehr Herz einbringst und auch ein wenig mehr Güte, Verantwortung und Rücksicht, dann wirst du bessere Leistungen erbringen können. Gelingt dir das, dann werden sich die Ergebnisse deiner Arbeit verbessern. Deine Ergebnisse werden besser sein und das wird andere Menschen und Gott gleichermaßen erfreuen“ („Eintritt ins Leben muss damit anfangen, dass du deine Pflicht erfüllst“ in „Aufzeichnungen der Vorträge Christi“). In einer Gemeinschaft heißt es: „Was bedeutet es, nachlässig zu sein? Einfach ausgedrückt bedeutet es, so zu tun, als ob, damit andere es sehen und denken, er oder sie hat es erledigt. Kann so ein Ansatz Ergebnisse erzielen? (Nein.) So erledigen diejenigen Dinge, die keine Bürde tragen; so gehen sie ihrer Pflicht nach. Sie schultern nicht wirklich die Bürde dieser Arbeit, aber sie können nicht damit davonkommen, sie nicht zu machen. Wenn sie sie nicht machen, werden die Menschen sehen, dass es ein Problem mit diesem Leiter gibt, und so müssen sie, um den Schein zu wahren, so tun, als ob. Gott sagte: ‚Das ist Dienst erbringen. Sie kommen ihrer Pflicht nicht nach.’ Was also ist der Unterschied zwischen Dienst erbringen und seiner Pflicht nachkommen? Menschen, die wahrhaft ihre Pflicht erledigen, haben ein Verantwortungsgefühl – was daher rührt, dass man das Problem wirklich beheben will, diese Arbeit wirklich richtig machen will, Gott zufriedenstellen will und Gottes Liebe vergelten will. Und wie lautet also ihr Entschluss, wenn sie diese Dinge erledigen? Dass sie erledigt werden müssen und dass sie gut erledigt werden müssen. Das Problem muss gelöst werden. Sie werden nicht ruhen, bis es erledigt ist, sie werden nicht aufhören, bis es behoben ist. Mit so einer Bürde führen sie ihre Arbeit aus, und somit ist es für sie ein Leichtes, effektiv zu sein. Das ist damit gemeint, seiner Pflicht nachzukommen. Nur wenn deine Arbeit und die Ausführung deiner Pflicht effektiv ist, kommst du deiner Pflicht nach; wenn sie keine Auswirkung hat, dann bist du nachlässig und wurstelst vor dich hin. Das nennt man Dienst erbringen; seine Pflicht ineffektiv auszuführen, heißt Dienst erbringen – daran gibt es keinen Zweifel und es liegt kein Irrtum vor!“ („Wie man in die Wahrheiten eintritt, um falsche Leiter und Antichristen zu erkennen“ in „Predigten und gemeinschaftlicher Austausch über den Eintritt in das Leben XI“). Durch Gottes Worte und diese Gemeinschaft fand ich einen Weg, um zu praktizieren: Seiner Pflicht nachzugehen, erfordert Ernsthaftigkeit und Aufrichtigkeit, es erfordert, dass man mit allem ernsthaft und verantwortlich umgeht; nur das wird Gottes Willen zufriedenstellen. Das Lösen echter Probleme zu vermeiden, nachlässig zu sein und so zu tun, als ob, heißt Gott zu täuschen und mit Ihm zu spielen und wird definitiv keine Wirkung zeigen. Gott wollte nicht sehen, dass ich nachlässig bin und mich Ihm widersetze, während ich meiner Pflicht nachgehe. Er hoffte, dass ich Seinen Auftrag ehrlich angehe, meine Einstellung, wie ich meiner Pflicht nachkomme, korrigiere, mich auf praktische Weise allen Schwierigkeiten stelle und mehr Zeit darauf verwende, darüber nachzudenken, wie man Probleme löst, wie man effektiv ist; nur wenn man so praktiziert, ist man ein Mensch nach Gottes Herzen. In diesem Moment erkannte ich, dass die Probleme mit den Evangelisierungsgruppen nicht länger zurückgestellt werden konnten. Obwohl es nicht leicht sein würde, Gemeinschaft zu halten und die veralteten Sichtweisen der Evangelisierungsgruppen umzukehren, wollte ich dem nicht länger aus dem Weg gehen. Als Nächstes hielt ich Ausschau nach einer Gelegenheit, die Probleme bei der Verbreitung des Evangeliums mit den verantwortlichen Personen, Bruder Zhang und Bruder Zhao, ausführlich zu diskutieren – wie man die Methoden zur Verbreitung des Evangeliums an anderen Orten flexibel übernimmt und ihre Vorteile miteinbezieht. Nach der Gemeinschaft sagten Bruder Zhang und Bruder Zhao, sie wären sehr froh, das anzunehmen und zu erkunden, wie man es praktiziert. Danach waren die Brüder und Schwestern gewandter, wenn sie das Evangelium verbreiteten, und auch ihre Effektivität verbesserte sich.

Durch meine Erfahrung in dieser Sache war ich ein wenig urteilsfähig, was meinen eigenen nachlässigen Zustand bei der Ausübung meiner Pflicht anging. Ich begann, bewusst meinem Fleisch zu entsagen und mich darauf zu konzentrieren, die Wahrheit zu praktizieren und treu meiner Pflicht nachzukommen. Aber ich wusste immer noch nicht viel über das Wesen, die Wurzel und das Ausmaß meiner Nachlässigkeit. Später sorgte Gott für ein Umfeld, das es mir ermöglichen sollte, weiter meine Lektion zu lernen, um das Problem meiner Nachlässigkeit zu lösen.

Einige Zeit danach stellte ich bestimmte Probleme bei den Evangelisierungsgruppen fest. Als jemand, der für die Arbeit verantwortlich war, war Bruder Zhang ziemlich arrogant. Er war anmaßend in seinen Worten und in seinem Verhalten und es widerstrebte ihm, die Vorschläge der anderen Brüder und Schwestern zu akzeptieren. Er übte auch einen kontrollierenden Einfluss auf Bruder Zhao aus, der mit ihm zusammenarbeitete. Gemeinsam waren die beiden nicht imstande, zu diskutieren und zu suchen, um die wahren Schwierigkeiten bei der Evangelisierungsarbeit zu lösen. Bruder Zhao war außerdem sehr konservativ und hielt sich, wenn er das Evangelium verbreitete, an viel Glaubenslehre. Diese zwei Gründe verhinderten Fortschritte bei der Evangelisierungsarbeit. Ich hatte zwei spezielle Gemeinschaften mit ihnen gehalten, um diese Probleme anzusprechen, aber es gab keine großartige Veränderung. Danach versuchte ich nicht mehr, sie dazu zu bringen, harmonisch zusammenzuarbeiten; es reichte, die Dinge so zu belassen, wie sie waren. Hinsichtlich des Problems von Bruder Zhangs Unwilligkeit, die Vorschläge anderer zu akzeptieren, gab es Zeiten, da ich mich entschied nachzugeben, und Zeiten, da ich Dinge einfach im Auge behielt. Aber ich suchte nicht nach der Wahrheit, um dieses Problem zu lösen. Einige Monate zuvor hatte Bruder Zhangs unnachgiebiges Festhalten an Glaubenslehre die Arbeit gestört; ich hielt ihm darüber Gemeinschaft und er ließ es auf sich wirken, doch danach stellte ich fest, dass er auf bestimmten Gebieten immer noch an Glaubenslehre festhielt und unflexibel war. Manchmal wies ich ihn auf diese Dinge hin, aber er war gut darin, sich selbst hochzuhalten. In meinem Herzen dachte ich: „Es wird viel Mühe kosten, seine Ansichten umzukehren. Ich muss ein paar Prinzipien finden und in Anbetracht dessen, was tatsächlich in ihm ausgeprägt ist, mit ihm reden. Ich muss vielleicht andere Brüder und Schwestern finden, die Erfahrung damit haben, das Evangelium zu verbreiten, und gemeinsam mit ihm sprechen, um eine Wirkung zu erzielen.“ Als ich daran dachte, welche Schwierigkeiten es mit sich bringen würde, dieses Problem zu lösen, beschloss ich, den Dingen ihren Lauf zu lassen. Obwohl ich begriff, dass sich die Probleme mit Bruder Zhang und Bruder Zhao auf die Evangelisierungsarbeit auswirken würden, spürte ich, dass es fürs Erste niemand Besseren in den Evangelisierungsgruppen gab, der diesen Auftrag übernehmen konnte. Es war nicht so, dass es völlig ineffektiv war, wie sie ihre Pflicht ausübten – aber es war lediglich passabel. Es war gut, solange die obere Führungsebene mir nichts darüber zu sagen hatte. Es gab einige Dinge, die einen immer ärgern würden, und einige Probleme, die nie gelöst werden konnten. Was also die Probleme mit diesen beiden Brüdern anging, so verwendete ich keine Zeit mehr darauf, einfach danach zu suchen, wie ich die Sache angehen sollte, noch wog ich ab, ob die Vorteile bei der Ausübung ihrer Pflicht die Nachteile aufwogen.

Kurz danach führte die Kirche eine öffentliche Meinungsumfrage durch. Die Ergebnisse beunruhigten mich sehr. Viele Brüder und Schwestern berichteten, dass Bruder Zhang nie die Vorschläge anderer akzeptierte, dass er oft willkürlich handelte, dass er immer das letzte Wort haben musste und andere oft belehrte und mit ihnen herablassend umging. Einige Brüder und Schwestern hatten Angst davor, ihm zu begegnen. Sie hatten keine Wahl, als bei dem, was er verfügte, mitzumachen, sie fühlten sich eingeengt und lebten in Negativität. Die Tatsachen zeigten, dass Bruder Zhang den Weg des Antichristen ging. Was Bruder Zhao betraf, so berichteten die Brüder und Schwestern, dass er kompromisslos war und sich streng an Glaubenslehre hielt. Selten leitete er die Brüder und Schwestern beim Eintritt in Prinzipien. Beim Verbreiten des Evangeliums verlangte er von den anderen Brüdern und Schwestern, dass sie eine Menge Arbeit taten, die keinem Zweck diente. All das zeigte, dass er den Geist nicht verstand und Prinzipien nicht verstand. Ihr Handeln führte dazu, dass die Evangelisierungsarbeit erheblich behindert und gestört wurde. Sie brachten den Brüdern und Schwestern auch viele Beschränkungen und Kummer. Gemäß den Prinzipien mussten Bruder Zhang und Bruder Zhao entfernt werden.

Dass ich nachlässig war und keine echte Arbeit verrichtete, hatte der Evangelisierungsarbeit geschadet. Außerdem hatte es den Brüdern und Schwestern viele Schwierigkeiten verursacht. Als ich das dachte, fühlte ich in meinem Herzen sehr viel Verachtung. Ich spürte, dass ich mich nicht vor dieser Verantwortung drücken kann, und betete zu Gott: „Oh Gott! Dass ich der Arbeit der Kirche heute so geschadet habe, liegt daran, dass ich in meinen Pflichten nachlässig bin, oberflächlich bin, den Segnungen meines Status fröne und keine echte Arbeit verrichte. Ich stehe in Deiner Schuld und es tut mir wegen meiner Brüder und Schwestern leid. Oh Gott! Ich würde Dein Gericht und Deine Züchtigung in dieser Sache akzeptieren, damit ich mich selbst besser kennen möge und wahrhaft Buße vor Dir tue.“

Später las ich in den Gemeinschaften, dass „Wenn du jemand bist, der sich durch seine Aufgaben durchwurstelt und hinterlistige Pläne schmiedet, beweist das, dass du ein hinterlistiger und betrügerischer Mensch bist, der zu Satan gehört“ („Die fünf Hauptausdrucksformen von Gesinnungsänderung“ in „Sammlung von Predigten – Versorgung für das Leben“). „Jeder hat dasselbe Problem beim Erfüllen seiner Pflicht, und zwar oberflächliches Handeln. Es ist als ob niemand die Gewissenhaftigkeit eines anderen verdient – wenn jemand etwas für eine Person tut und es sehr ernst nimmt, dann muss diese Person jemand sein, den er sehr respektiert, jemand, der ihm sehr viel helfen kann, oder jemand, dem er sehr viel Dankbarkeit schuldet, andernfalls würde er es nicht ernst nehmen. Das Wort ‚Profit‘ wird in der Natur der Menschheit groß geschrieben; Menschen nehmen nur dann etwas ernst, wenn sie im Gegenzug einen gewissen Profit erhalten, und wenn es keinen Profit für sie gibt, dann werden sie eine oberflächliche Haltung einnehmen. Das ist die Natur menschlicher Wesen und auch ein Merkmal der verdorbenen Menschheit. Alle Menschen sind selbstsüchtig, deshalb handeln alle oberflächlich und sind froh, wenn sie irgendwie durchkommen. Es könnte etwas besser sein, wenn die Menschheit die Erfüllung ihrer Pflicht als etwas sehen könnte, das für Gott ist, und das Gottes Willen ernst genommen werden sollte. Wenn die Menschheit wirklich ein Herz hat, das Gott fürchtet, dann werden die Menschen wohl kaum oberflächlich handeln, wenn sie ihre Pflicht erfüllen“ („Nur durch die Kenntnis des eigenen verdorbenen Wesens kann ein Mensch den richtigen Weg des Glaubens an Gott betreten“ in „Sammlung von Predigten – Versorgung für das Leben“). Ich stellte mich dem Vergleich mit diesen Gemeinschaften, und als ich über mein eigenes Handeln nachdachte, empfand ich große Scham. Ich sah, dass meine eigene Natur besonders selbstsüchtig und verschlagen war, dass ich mit allem, was ich tat, nur meine Interessen schützte. Mein Mantra war dieses Überlebensgesetz: „Steh nie früh auf, es sei denn, es gibt einen damit verbundenen Vorteil?“ Dinge, die von Nutzen waren, mussten getan werden, Dinge ohne Nutzen nicht. Seine Pflicht auszuführen war nicht, Gottes Liebe zu vergelten, sondern einen Handel mit Gott abzuschließen. Ich hatte immer versucht, mehr Segnungen zu bekommen, indem ich einen geringeren Preis zahlte, und somit neigte ich dazu, oberflächlich zu sein und zu versuchen, Gott zu täuschen. Ich dachte daran zurück, wie ich mir, als ich die Probleme mit Bruder Zhang und Bruder Zhao anging, klar dessen bewusst war, dass das, was sich in ihnen manifestiert hatte, die Evangelisierungsarbeit behindern würde – aber als ich sah, dass sie ihrer Pflicht allem Anschein nach nachgingen, und spürte, dass es niemand Besseren gab, um sie zu ersetzen, tat ich nichts weiter als ein paar Mal mit ihnen Gemeinschaft zu halten, nicht bereit, irgendeinen höheren Preis zu zahlen, um das zu klären. Wenn ich meiner Pflicht nachging, war ich bloß damit zufrieden, wenn ich andere dazu brachte, zu denken, dass ich meine Arbeit gut machte oder wenn die obere Führungsebene keinerlei große Probleme finden konnte; ich machte mir absolut keine Gedanken darüber, was Gott dachte oder wie Er das sah. Ich wusste nur zu gut, dass ich das Problem weder vollständig gelöst hatte, noch versuchte ich, herauszubekommen, was die Ursache und das Wesen ihrer Probleme waren, so, dass es so lange gedauert hatte, sie zu ersetzen – was für die Evangelisierungsarbeit ein großes Hindernis war. Gott hatte mich erhoben, indem er mir so eine wichtige Pflicht gegeben hatte, in der Hoffnung, dass ich auf Seinen Willen achten würde – aber ich machte mir keine Gedanken darüber, Gottes Liebe zu vergelten, und spielte stattdessen die Rolle von Satans Lakai und versuchte, Gott zum Narren zu halten und zu täuschen und Gottes Werk zu vernichten. Ich hatte nicht die geringste Menschlichkeit. Ich war wirklich verachtenswert und hassenswert, ich war wirklich unfähig, vor Gott zu leben! Gottes gerechte Disposition kann von dem Menschen nicht angetastet werden; wie könnte mein Handeln nicht von Gott verachtet werden?

Danach las ich Gottes Worte: „Was ihre Absichten sind und wie viel Mühe sie sich mit der Erledigung ihrer Pflichten geben, wird von Gott geprüft und Er kann es sehen. Entscheidend ist, dass Menschen sich dem, was sie tun, mit ganzem Herzen und all ihrer Kraft widmen. Auch ihre Kooperation ist unerlässlich. Das Bemühen, ohne Reue auf die Erledigung der Pflichten und auf vergangene Handlungen zu schauen und Gott nichts schuldig zu bleiben – das bedeutet, sich mit ganzem Herzen und aller Kraft hinzugeben. Wenn du heute nicht mit ganzem Herzen und all deiner Kraft dabei bist und später etwas danebengeht und das Konsequenzen hat, kommt dann die Reue nicht zu spät? Du wirst auf immer in der Schuld sein, und ein Makel wird dir anhaften! Mit einem Makel behaftet zu sein ist eine Verfehlung, wenn Menschen ihre Pflichten erfüllen. Sei bestrebt, dich dem, was bei der Erfüllung deiner Pflichten getan werden sollte und muss, mit ganzem Herzen und all deiner Kraft zu widmen. Wenn du sie nicht einfach nachlässig verrichtest und nichts bereust, dann werden die Pflichten, die du während dieser Zeit verrichtest, im Gedächtnis bleiben. Gedenken wird man der guten Taten vor Gott. Und was wird nicht im Gedächtnis bleiben? (Verfehlungen und Missetaten.) Es sind Verfehlungen. Es kann sein, dass Menschen sie nicht als Missetaten betrachten, wenn man sie jetzt so beschreibt. Wenn sich jedoch eines Tages herausstellt, dass diese Sache schwerwiegende Folgen hat, sich negativ auswirkt, dann wirst du merken, dass es nicht bloß eine falsche Handlungsweise, sondern eine Missetat ist. Und wenn du das erkennst, wirst du dir innerlich sagen: „Das wäre nicht geschehen, hätte ich es früher erkannt! Wenn ich nur ein bisschen mehr darüber nachgedacht hätte, mich ein bisschen mehr angestrengt hätte, wäre das nicht passiert.“ Niemand wird diesen ewigen Makel von deinem Herzen entfernen. Entsteht daraus eine ewige Schuld, dann bist du wirklich in Schwierigkeiten“ („Wie man das Problem löst, beim Erfüllen seiner Pflicht unachtsam und nachlässig zu sein“ in „Aufzeichnungen der Vorträge Christi“). Als ich über Gottes Worte nachdachte, war ich tief berührt. Ich dachte daran, wie ich von meiner eigenen verschlagenen, selbstsüchtigen Natur gelenkt worden war, darüber, wie ich immer unaufrichtig zu vermeiden versuchte, einen Preis zu zahlen, wenn ich meiner Pflicht nachging, darüber, wie ich nicht sofort jene verantwortlichen Personen, die nicht einsatzfähig waren, identifiziert und versetzt hatte, sodass die Evangelisierungsarbeit behindert wurde und die Brüder und Schwestern in Finsternis und Zwängen lebten. Ich hatte vor Gott gesündigt. Wenn Gottes rechtzeitiges Gericht und seine Züchtigung meine bösen Schritte nicht aufgehalten hätten, wer weiß, welches große Übel ich in Zukunft begangen hätte? In diesem Moment bekam ich es, je mehr ich darüber nachdachte, immer mehr mit der Angst zu tun. Bei der Ausführung seiner Pflicht nachlässig zu sein, war so gefährlich – es konnte die Arbeit der Kirche jederzeit stören! Erst nachdem ich die schmerzlichen Folgen meiner Nachlässigkeit gesehen hatte, erkannte ich, dass ich, wenn ich mich nicht darauf konzentrierte, das Gericht und die Züchtigung Gottes zu akzeptieren, und darauf, die Worte Gottes zu praktizieren, wenn ich bei der Ausführung meiner Pflicht schlampig war, Gott nie treu sein könnte, geschweige denn von meiner verderbten Gesinnung befreit und von Gott errettet werden. In diesem Moment besaß ich ein wenig Entschlossenheit und den Wunsch, nach der Wahrheit zu streben und bei der Ausführung meiner Pflicht treu zu sein.

Danach wendeten wir Prinzipien an, um besser geeigneten Ersatz für Bruder Zhang und Bruder Zhao zu finden. Doch die Probleme in den Evangelisierungsgruppen blieben bestehen, und so betete ich zu Gott: „Oh Gott! Es gibt immer noch viele Probleme in den Evangelisierungsgruppen, die nicht gelöst worden sind. Einige gute Methoden, wie man praktiziert, sind noch nicht vollständig umgesetztworden. Weil ich zuvor bei der Suche nach der Wahrheit lasch war, sind einige Probleme bis jetzt geblieben. Diesmal muss ich richtig suchen, um zu sehen, wie man diese Probleme löst. Oh Gott! Mögest Du mich leiten.“ Danach fand ich einige Brüder und Schwestern in den Evangelisierungsgruppen, die eine bessere Leistung erbrachten, und ich diskutierte mit ihnen ausführlich den Weg, wie man das Evangelium predigt. Ich lernte eine Menge. Danach bereitete ich mich darauf vor, eine Versammlung mit allen abzuhalten und über die Probleme bei der Ausübung unserer Pflicht Gemeinschaft zu halten. An jenem Abend dachte ich über die Dinge nach, während ich die Materialien durchlas, und versuchte, herauszubekommen, wie man effektiv Vorbereitungen trifft. Ich fasste Probleme auf mehreren Gebieten zusammen und sah mir auf der Suche nach einer Antwort die relevanten Worte Gottes an. Als ich zur Hälfte durch war, erkannte ich, dass es immer noch eine Menge Details gab, die geklärt werden mussten – und als ich sah, dass es bereits spät war, tauchten jene Gedanken an Aufgeben und Nachlässigkeit ungefragt erneut auf: „Es wird viel Zeit und Mühe kosten, Empfehlungen zu finden, was diese Probleme angeht. Oh, es ist so spät – vielleicht sollte ich mich nicht so sehr mit den Details befassen, in jedem Fall hab ich schon die Richtung, in die es allgemein gehen soll, und die Brüder und Schwestern werden es verstehen können. Das wird reichen.“ Doch als ich daran dachte, aufzuhören, um mich auszuruhen, fühlte ich mich in meinem Herzen unbehaglich. In diesem Moment dachte ich an die Worte Gottes: „Immer wenn du lustlos und halbherzig bei der Sache sein willst, immer wenn du faul sein willst und dich ablenken lässt oder einfach nur Spaß haben willst, solltest du gründlich darüber nachdenken: Wenn ich mich so verhalte, bin ich dann vertrauenswürdig? Erfülle ich meine Pflicht mit ganzem Herzen? Bin ich nicht loyal, wenn ich das tue? Werde ich durch ein solches Verhalten dem Vertrauen gerecht, das Gott in mich gesetzt hat? Auf diese Weise solltest du über dich selbst nachdenken. Du solltest denken: ‚Ich habe diese Sache nicht ernst genommen. Damals hatte ich zwar das Gefühl, dass es ein Problem gäbe, ich habe es jedoch nicht ernst genommen. Ich bin einfach sorglos darüber hinweggegangen. Das Problem ist jetzt immer noch nicht gelöst worden. Was für ein Mensch bin ich?‘ Dann wirst du das Problem erkannt haben und dich ein bisschen kennengelernt haben. Wenn du etwas Kenntnis erlangt hast, solltest du es dann dabei belassen? Sobald du deine Sünden gebeichtet hasst, bist du dann fertig? Du musst bereuen und umkehren!“ („Nur durch eine häufige Kontemplation der Wahrheit kannst du voranschreiten“ in „Aufzeichnungen der Vorträge Christi“). Das Gericht und die Züchtigung von Gottes Worten ließen mich erkennen, dass ich wieder nachlässig war, dass ich abermals dem Fleisch nachfolgte und abzukürzen versuchte. Gleichzeitig war ich mir in meinem Herzen darüber im Klaren, dass, wenn ich nicht die kritischen Punkte ausfindig machen und eine zielgerichtete Gemeinschaft durchführen würde, dies mit Sicherheit Auswirkungen auf die Effektivität haben würde. Um den optimalen Effekt zu erzielen, musste ich dem Fleisch entsagen. Infolgedessen dachte ich viel darüber nach und zählte jedes der Probleme auf, die am dringendsten geklärt werden mussten. Obwohl ich dafür bis tief in die Nacht brauchte, fühlte ich mich standhaft in meinem Herzen. Am nächsten Tag versammelten wir uns, um über die bestehenden Probleme Gemeinschaft zu halten. Die Brüder und Schwestern befürworteten nachdrücklich den neuen Weg und die neuen Maßnahmen. Als ich sah, dass die Probleme, die uns so lang durcheinandergebracht hatten, gelöst worden waren und dass jeder befreit worden war, empfand ich großen Trost in meinem Herzen. Danach begannen wir, gemäß dem neuen Weg und gemäß den neuen Methoden zu praktizieren. Die Evangelisierungsarbeit wurde nach und nach effektiv und ich konnte nicht anders als Gott in meinem Herzen zu danken.

Nach dieser Erfahrung spürte ich wirklich, wie tief ich von Satan verdorben worden war. Ich hatte mein Gewissen und meine Rationalität verloren, obwohl ich, nach außen hin, Dinge aufgeben und mich aufwenden konnte – und in bestimmten Angelegenheiten sogar einen Preis zahlen konnte – weil ich die Wahrheit und das Leben nicht erlangt hatte, meine verderbte Gesinnung immer noch die Macht in mir hatte. Meine heimtückische und listige Natur, eine Natur, die für alles andere außer meine eigenen Interessen blind war, lenkte mich in jedem Moment. Was immer ich tat, diente meinem eigenen Vorteil. Wenn ich meiner Pflicht nachging, war ich immer unaufrichtig und versuchte, Gott zu täuschen; ich hatte nicht die geringste Einsicht, dass ein Geschöpf Gottes Liebe vergelten und auf Seinen Willen achten sollte. Dank Gottes Offenbarung sah ich, wie niedrig und unwürdig ich war, dass ich nicht den geringsten Anflug von Menschlichkeit besaß. Besonders, wenn ich daran dachte, wie ich dem Werk von Gottes Haus wegen meiner Nachlässigkeit geschadet hatte, spürte ich, dass ich so unzuverlässig war und Gott so verletzte. Ich empfand auch größeren Hass auf mich selbst und verspürte einen noch stärkeren Wunsch, meine verderbte Gesinnung abzulegen und von Gott gerettet zu werden. Möge Gott mehr Umgebungen ausbreiten, um mich zu richten und zu züchtigen, damit ich so bald wie möglich ein Mensch nach Seinem Herzen sein kann, wenn ich meiner Pflicht nachgehe.

 

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