Wenn der Herr Jesus Gott Selbst ist, warum betet der Herr Jesus in Seinen Gebeten dann weiterhin zu Gott dem Vater? Es gibt da sicherlich ein Geheimnis, das enthüllt werden muss. Bitte sprich mit uns darüber.

Jun 12, 2021

Antwort:

In den Rufen zum himmlischen Vater während Seiner Gebete, gibt es wirklich ein Geheimnis. Als Gott zu Fleisch wurde, Gottes Geist im Fleisch verborgen war, war das Fleisch selbst von der Gegenwart des Geistes nicht gewahr. So wie wir unseren eigenen Geist in uns nicht fühlen können. Der Geist Gottes macht darüber hinaus nichts übernatürliches im Fleisch. Obwohl der Herr Jesus der fleischgewordene Gott war, hätte Er, wenn der Geist Gottes nicht gesprochen und zu Gott Selbst bezeugt hätte, nicht wissen können, dass Er die Menschwerdung Gottes war. Also heißt es in der Bibel: „… auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater.(Markus 13,32) Bevor der Herr Jesus Sein Amt ausübte, lebte Er in normaler Menschlichkeit. Er wusste wirklich nicht, dass Er die Menschwerdung Gottes war, denn der Geist Gottes im Fleisch arbeitete nicht auf übernatürliche Weise, Er arbeitete innerhalb der normalen Grenzen, genau wie jeder andere Mensch. So betete der Herr Jesus natürlich zum himmlischen Vater, was bedeutet, dass der Herr Jesus aus dem inneren Seiner normalen Menschlichkeit, zum Geist Gottes betete. Das ergibt Sinn. Als der Herr Jesus Sein Amt formell ausübte, begann der Heilige Geist zu sprechen und zu verkünden, legte Zeugnis ab, dass Er der fleischgewordene Gott war. Nur so erkannte der Herr Jesus Seine wahre Identität, dass Er gekommen war, um die Erlösungsarbeit zu verrichten. Aber als Er ans Kreuz geschlagen werden sollte, betete Er weiterhin zu Gott dem Vater. Das zeigt, dass das Wesen Christi Gott gegenüber völlig gehorsam ist.

Lasst uns zwei weitere Abschnitte aus dem Wort des Allmächtigen Gottes lesen, um unser Verständnis in dieser Sache zu vertiefen. Der Allmächtige Gott sagt: „Wenn Jesus Gott im Himmel beim Namen des Vaters anrief, während Er betete, so geschah dies nur aus der Perspektive eines geschaffenen Menschen, nur weil der Geist Gottes ein einfaches und normales Fleisch angenommen hatte und die äußere Hülle eines geschaffenen Wesens besaß. Selbst wenn in Ihm der Geist Gottes war, war Seine äußere Erscheinung immer noch die eines gewöhnlichen Menschen; mit anderen Worten, Er war der ‚Menschensohn‘ geworden, von dem alle Menschen, einschließlich Jesus Selbst, sprachen. Angesichts der Tatsache, dass Er der Menschensohn genannt wird, ist Er eine Person (sei es Mann oder Frau, jedenfalls jemand mit der äußeren Hülle eines menschlichen Wesens), die in eine normale Familie gewöhnlicher Menschen hineingeboren wurde. Dass Jesus den Gott im Himmel beim Namen des Vaters nannte, war somit gleichbedeutend damit, als ihr Ihn zunächst Vater nanntet; Er tat dies aus der Perspektive eines geschaffenen Menschen. Erinnert ihr euch noch an das Vaterunser, das Jesus euch lehrte, damit ihr es euch einprägt? ‚Vater Unser im Himmel …‘ Er bat alle Menschen, Gott im Himmel beim Namen des Vaters anzurufen. Und da auch Er Ihn Vater nannte, tat Er dies aus der Perspektive von jemandem, der mit allen von euch auf gleicher Stufe steht. Da ihr den Gott im Himmel beim Namen des Vaters nanntet, zeigt dies, dass Jesus Sich Selbst mit euch auf gleicher Stufe sah, und als ein Mensch auf Erden, von Gott auserwählt (das heißt, der Sohn Gottes). Wenn ihr Gott ‚Vater‘ nennt, liegt es nicht daran, dass ihr ein geschaffenes Wesen seid? Wie groß die Autorität Jesu auf Erden auch sein mag, so war Er vor der Kreuzigung nur ein Menschensohn, gelenkt vom Heiligen Geist (das heißt, Gott) und eines der geschaffenen Wesen der Erde, da Er Sein Werk noch vollenden musste. Dass Er den Gott im Himmel mit Vater anrief, war daher allein Seine Demut und Sein Gehorsam. Dass Er Gott auf diese Weise ansprach (das heißt, den Geist im Himmel) kann jedoch nicht beweisen, dass Er der Sohn des Geistes Gottes im Himmel ist. Vielmehr ist es einfach so, dass Seine Perspektive anders ist und nicht, dass Er eine andere Person ist. Die Existenz von unterschiedlichen Personen ist ein Trugschluss! Vor Seiner Kreuzigung war Jesus ein Menschensohn, gebunden an die Einschränkungen des Fleisches, und Er besaß die Autorität des Geistes nicht vollständig. Deshalb konnte Er nach dem Willen von Gott dem Vater nur aus der Perspektive eines geschaffenen Wesens streben. Es ist so, wie Er dreimal in Gethsemane betete: ‚Nicht wie Ich will, sondern wie Du willst.‘ Bevor Er ans Kreuz kam, war Er lediglich der König der Juden; Er war Christus, der Menschensohn, und kein Leib der Herrlichkeit. Daher nannte Er Gott aus der Perspektive eines geschaffenen Wesens Vater.“ „Es gibt immer noch jene, die sagen, ‚hat Gott nicht ausdrücklich erklärt, dass Jesus Sein geliebter Sohn sei?‘‚Jesus ist der geliebte Sohn Gottes, an dem Er großen Gefallen findet‘ – dies wurde selbstverständlich von Gott Selbst gesagt. Das war Gott, der Zeugnis für Sich Selbst ablegte, aber lediglich aus einer anderen Perspektive, der des Geistes im Himmel, der Seine eigene Menschwerdung bezeugt. Jesus ist Seine Menschwerdung, nicht Sein Sohn im Himmel. Verstehst du? Weisen die Worte Jesu ‚Ich bin im Vater, und der Vater in Mir‘ nicht darauf hin, dass sie ein Geist sind? Und liegt es nicht an der Menschwerdung, dass sie zwischen Himmel und Erde getrennt wurden? In Wirklichkeit, sind sie immer noch eins; was auch immer geschieht, es handelt sich einfach um Gott, der sich Selbst bezeugt. Aufgrund des Wandels der Zeitalter, der Anforderungen des Werkes und der verschiedenen Abschnitte Seines Führungsplans, unterscheidet sich auch der Name, bei dem Ihn die Menschen nennen. Als Er kam, um den ersten Abschnitt Seines Werkes auszuführen, konnte Er nur Jehova genannt werden, Hirte der Israeliten. Im zweiten Abschnitt konnte der fleischgewordene Gott nur Herr und Christus genannt werden. Aber damals bekundete der Geist im Himmel lediglich, dass Er der geliebte Sohn Gottes sei und erwähnte keineswegs, dass Er der einzige Sohn Gottes sei. Dies geschah einfach nicht. Wie könnte Gott ein einziges Kind haben? Wäre Gott dann nicht zum Mensch geworden? Weil Er die Menschwerdung war, wurde Er der geliebte Sohn Gottes genannt, und daraus entstand die Beziehung zwischen Vater und Sohn. Es lag einfach an der Trennung zwischen Himmel und Erde.(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Gibt es die Dreifaltigkeit?)

Der Allmächtige Gott hat die Dinge so klar ausgedrückt. Als der Herr Jesus unter den Menschen arbeitete, war es tatsächlich der Geist Gottes, der im Fleisch des Menschen arbeitete und den Menschen erschien. Ganz gleich, wie der Herr Jesus Sein Wort äußerte oder zu Gott dem Vater betete, Sein Wesen war göttlich, nicht menschlich. Gottes Geist ist dem Menschen unsichtbar. Wenn Gott Sich ins Fleisch hüllt, sieht der Mensch nur das Fleisch, er kann nicht den Geist Gottes sehen. Hätte der Heilige Geist die Tatsache unmittelbar bezeugt, dass der fleischgewordene Herr Jesus Gott war, hätte der Mensch das nicht akzeptiert. Denn niemand wusste zu der Zeit, was es für Gott bedeutete, Mensch zu sein. Sie kamen nur in Kontakt mit der Menschwerdung Gottes und hatten wenig Verständnis. Sie stellten sich niemals vor, dass dieser gewöhnliche Menschensohn die Menschwerdung des Geistes Gottes sein könnte, das die Erscheinung Gottes im Fleisch ist. Obwohl der Herr Jesus im Verlauf Seiner Arbeit, viele Seiner Worte ausdrückte, brachte Er den Menschen den Weg: „Tut Buße, das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!“ und zeigte viele Wunder, offenbarte Gottes Autorität und Kraft völlig, von den Worten und der Arbeit des Herrn Jesus erkannte der Mensch nicht, dass der Herr Jesus Gott Selbst war, das heißt, die Erscheinung Gottes war. Gott arbeitete also gemäß der damaligen Statur des Menschen, Er erschwerte es ihnen nicht. Zu der damaligen Zeit konnte der Heilige Geist nur im Rahmen des Verständnisses der Menschen Zeugnis ablegen, daher nannte Er den Herrn Jesus Gottes geliebten Sohn und erlaubte Er den Menschen vorläufig, den Herrn Jesus für den Sohn Gottes zu halten. Das passte viel besser in die Vorstellungen der Menschen und war einfacher zu akzeptieren, denn der Herr Jesus erfüllte zu der Zeit nur die Arbeit der Erlösung. Ganz gleich, wie die Menschen den Herrn Jesus nannten, wichtig war ihre Akzeptanz, dass der Herr Jesus der Erlöser war, der ihnen die Sünden erlassen hatte und daher in der Lage war, Gottes Gnade zu empfangen. Der Geist Gottes hatte also dem Herrn Jesus auf diese Weise bezeugt, weil es damals besser zum Rang der Menschen passte. Das erfüllt völlig das Wort des Herrn Jesus: „Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht von sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkünden.(Johannes 16,12-13)

Trotz der Tatsache, dass wir Gottes Geist nicht sehen können, wenn der Geist Gottes Sich ins Fleisch hüllt, sind die Disposition Gottes, alles was Er hat und ist, Seine Allmächtigkeit und Weisheit, allesamt durch Sein Fleisch ausgedrückt. Vom Wort und der Arbeit des Herrn Jesus Christus und der Disposition, die Er ausdrückt, können wir ganz sicher sein, dass der Herr Jesus Gott Selbst ist. Das Wort und die Arbeit des Herrn Jesus sind voller Autorität und Kraft. Was Er sagt, bewahrheitet sich, was Er fordert, wird verwirklicht. Sobald Er spricht, wird Sein Wort Wirklichkeit. Ein einziges Wort des Herrn Jesus genügte, um die Sündhaftigkeit der Menschen zu vergeben und die Toten zum Leben zu erwecken. Ein Wort beruhigte den Wind und die See, usw. Können wir von der Arbeit und dem Wort des Herrn Jesus, die Autorität und Kraft Gottes, die über alle Dinge herrscht, nicht sehen? Haben wir die Allmächtigkeit, die Weisheit und die Wundersamen Werke Gottes nicht gesehen? In Seinen Worten äußerte der Herr Jesus den Weg: „Tut Buße, das Himmelreich ist nahe herbeigekommen.“ Er leitete das Zeitalter der Gnade ein, der das Zeitalter des Gesetzes beendete, drückte die mitleidvolle und liebende Disposition Gottes aus und vollendete die Arbeit zur Erlösung der Menschheit. Hat der Herr Jesus die Arbeit von Gott Selbst verrichtet? Das Wort und die Arbeit des Herrn Jesus sind der unmittelbare Ausdruck des Geistes Gottes. Ist es kein Beweis, dass der Geist Gottes im Fleisch kam, um zu den Menschen zu sprechen und für sie zu arbeiten, ihnen zu erscheinen? Könnte es womöglich sein, dass, ungeachtet dessen, wie sehr der Geist Gottes im Fleisch spricht und arbeitet, wir Ihn nicht erkennen können? Kann diese äußere Hülle des Fleisches uns wirklich davon abhalten, das göttliche Wesen Christi zu erkennen? Könnte es sein, dass wir, wenn der Geist Gottes, um zu sprechen und zu arbeiten, in Fleisch gehüllt wird, trotzdem die Erscheinung und die Arbeit Gottes nicht erkennen können, ganz gleich wie viel wir erfahren? Wenn dem so ist, dann sind wir in unserem Glauben, viel zu dumm. Wie sonst können wir Gottes Auszeichnung erhalten?

aus dem Filmskript von „Das Geheimnis der Gottseligkeit – Die Fortsetzung“

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